Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 25 (1928)
- Issue
- Heft 4 (August 1928)
- Date
- 1928-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Schwierig v;;ir es, den Wunsch der jüngeren IV. . Jesbrüder, chiander kenr.rii/iilcniei] i: :d ge?c!!ig beisammen zu fein, in Einklangzu bringen dein Bedürfnis der älteren, sich über zionistische und Kartell fragen anzusprechen. Wenn das in Geis:, nicht ganz gelungen ist, wenn viel eicht dei Tagungscharakter überwog und die geselligen Veranstaltungen nicht den Wünschen aller entsprachen, so lag das wohl in erster Linie daran, dal; das Camp zu wenig Campcharakter 1 -te; claC die' Bundesbrüder, statt gemeinsam in Zelten, Scheunen auf Str.-h zu schlafen, abzukochen und skk selbst alles Nötige zu besorgen, in der Stadt in Einzelquartieren untergebracht waren, dort auch aßen und so fast nur die Veranstaltungen gemeinsam verlebten. Trotzdem wer das Camp gelungen und die Stimmung gut. Aus den Fehlern, die gemacht wurden, wird man lernen, um sie im nächsten Jahre zu vermeiden. Vorwärts das Kartell! Von Ernst Halitzki (V. J. St. Hasmonaea, Berlin, A.Ii.). I. Das Programm des derzeitigen Präsidiums, das Programm der dauernden organisatorischen Konsolidierung des Kartells, ist, wenn man das Sommeracniester rückschauend überblickt, bereits jetzt zu einem nicht geringen Teil als durchgeführt anzusehen. Wir alle, Präsidium und Verbindungen, gehen nun daran, es im Wintersemester endgültig zu verwirklichen, und es ist zu hoffen, daß der nächste Kartelltag das Spiegelbild eines geschlossenen und sich seiner Kräfte bewußten Kartells sein wird. Dann erst, wenn Debatten über Technika im wesentlichen überflüssig und unmöglich sein werden, wird man auf allen Seiten anerkennen, daß dieses Programm notwendige und erste Voraussetzung war, um allen weiteren Aufgaben den Weg zu bahnen. Aber eben nur Voraussetzung für die Zukunft des Kartells (eine Einschränkung, deren wir uns immer bewußt waren). Und schon heute, wo wir einen Fortschritt spüren, 'muß uns die entscheidende Frage beschäftigen: wenn die organisatorische Existenz des Kartells sichergestellt ist, was soll dann aus uns werden? Nicht darüber allein, ob wir Arbeit in den Ortsgruppen und Jugendarbeit, ob wir Gemeindepolitik und Mochschulpolitik machen sollen, sondern über die grundlegenden Fragen unserer weiten Zukunft sollen wir Klarheit zu gewinnen suchen. Dazu will dieser Artikel beitragen. II. Wie war — gedrängt zusammengefaßt — die Situation des Kartells in der Vergangenheit? Wir gewannen Menschen vor dem Kriege mit dem Appell an ihren Idealismus, sich einer der Verwirklichung fernen Jdee anzuschließen. Dem Zionismus durch das begeisterte Wort und durch bestimmte mit Elan durchgeführte Arbeit im Gallith zu dienen, War erforderlich; aber auch ausreichend, denn es gab keine andere, bessere Möglichkeit, seinen Zionismus zu beweisen. Nach dem Kriege, 12