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Der jüdische Student · 1928-06-01 · Heft 2 (Juni 1928) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
25 (1928)
Issue
Heft 2 (Juni 1928)
Date
1928-06-01
Page
[Seite] (sequence 42)
Language
German
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Camp. In diesem Jahre findet wieder ein Camp statt. Als Zeit haben wir die Tage vom 29. Juli bis 1. üugust als Ort einen Platz im nördlichen Thüringer Wald in Aussicht genommen. Die Vorbereitungen werden von Berlin aus durchgeführt. Nach Wahl eines geeigneten Ortes und Aufstellung eines ausführlichen Programms wird den Kartell-Organisationen Bescheid gegeben. Zur Finanzierung der Reise, die oft eine starke Belastung der Bundesbrüder darstellt, ist in jeder Verbindung ein Camp-Fonds zu gründen, über dessen Höhe wir 14tägig Bericht erbitten. Die Verbindungen müssen dafür sorgen, daß möglichst alle Aktiven am Camp teilnehmen. Wir würden uns freuen, dort auch eine große Zahl Alter Herren zu finden.; Sollten Bedenken gegen die Wahl von Ort und Zeit bestehen, so bitten wir, sie uns umgehend zur Kenntnis zu bringen. Das Präsidium des K.j*¥ i.A. Hans Rothschild. Zum Camp. Von Hans Rothschild, Ruder-V.J.St. fa.B.) Das Präsidium hat beschlossen, ein Camp zu veranstalten, und hat mich mit der Aufgabe betraut, die Vorbereitungen hierzu durchzuführen. Es erscheint mir angebracht, schon in diesem J.St. auf das Camp hinzuweisen. Zwar wurde in der Aktivitas hie und da der Wunsch ,nach einer derartigen Veranstaltung laut, im allgemeinen jedoch scheint nach den Unterlassungssünden mehrerer Jahre im Kartell kein besonderes Echo dafür vorhanden zu sein. Um auf den Wert des Camp als Institution hinzuweisen, möchte ich aus dem vorletzten J.St. nochmals zitieren: „Ein Camp ist für das Kartell in seiner augenblicklichen Form von größter Wichtigkeit. Eine solche Veranstaltung festigt die Verbindungen in sich, da sich die Bundesbrüder durch gemeinsame Fahrt, gemeinsames Wohnen, gemeinsame Erlebnisse sehr schnell näherkommen — ein Problem mit dem die Verbindungen speziell in den Großstädten Berlin, München, Köln, Breslau schwer zu kämpfen haben, und auf dessen Lösung ein Haupt- Teil der Semesterarbeit geht."Das Camp fördert auch den Zusammenhang der Kartellkorporationen untereinander, man lernt sich kennen, knüpft Beziehungen an und tauscht gegenseitige Erfahrungen aus. Es bedarf keiner weiteren Ausführungen. Menschliche Verbundenheit ist nicht durch Kundschreiben zu erreichen. Ist ein Camp demnach geeignet, den Bundescharakter des K.J.V. zu verlebendigen, so spielt es andererseits auch eine bedeutende Rolle durch seine Gestaltung als Sportfest. Im Camp ist Gelegenheit gegeben, erfolgreiches Training nachzuweisen. Dabei kommt es nicht darauf an, Spitzenleistungen Einzelner, als vielmehr das Können geschlossener Mannschaften zu zeigen, die zu stellen sich die Korporationen bestreben müssen. Die 42

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