Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 25 (1928)
- Issue
- Heft 2 (Juni 1928)
- Date
- 1928-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
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den. Deswegen glaube ich, da das Programm der neuen Lxckutm* nach wie vor der stärksten und einer sehr bewußten Unterstui/ung bc-dari. Denn es ist die Grundlage für weiteren Aufbau. Deswegen sind wir iur dieses Programm. Uns interessiert weniger die Möglichkeit einer Sanierung, als die Möglichkeiten neuer Ausdehnung, die durch die Anerkennung einer neuen wirtschaftlichen Gesinnung geschaffen werden soll, ks wäre die wichtigste Aufgabe für diese Wirtschaftsgesmnuug die A-rbciiei schalt wirklich zu gewinnen. He> der ik-sprechung dieser Tendenzen bin ich ausgegangen von der Auü'assung, da!) die Organisation in wesentlichem Maße Träger des Aufbaus in ikii istina sein soll. Aber - und damit kommen wir 'zu;einer zweiten l'c uiciuu die heute zu spuren und in der eine grundlegende Bedeutung zu meikcii ist diese Auffassung ist keineswegs unbestritten. Immer deutlicher /eigi sieh, dal) die Zionistische Organisation als zentrale Instanz für den Auibuu Palästinas angezweifelt wird. Dieser Zweifel drückt sich in der Tendenz zum Separatismus aus, die besonders in den zahlreichen Senderszmmlungen heuie zu spüren ist. Derselbe Gegensatz ist etwa in den vor kurzem veröffentlichten Artikel von Davis im „Berliner Tagebiz:r* zu merken gewesen, in dem das Rutenberg-Unternehmen als die Mz:h: gezeigt wurde, die das jüdische Palästina aufbauen werde. Und dieselbe Tendenz, die Zionistische Organisation aus ihrer zentraeln Bedeutung für den wirtschaftlichen Aufbau Palästinas zu verdrängen, kann au eh aus den allgemeinen wirtschaftlichen Möglichkeiten des Landes abgeleitet werden. Es gibt heute gewisse Aussichten dafür, daß Palästina ein prosperierendes Land wird. Dann wird sich auch das internaticr.z'c Finanzkapital dafür interessieren. Wenn das europäische oder das amerikanische Kapital dies unmittelbar nicht tun wird, wird dieses Interesse zunächst vom ägyptischen Kapital ausgehen, wo man ganz in der N;he ist, wo man seit langem gewohnt ist, Geld zu verdienen. Es ,becarf keiner Ausführungen, daß ein Vorstoß des internationalen Finanzkapital die Bedeutung der Zionistischen Organisation aufs äußerste herabcrucken könnte. Wir hören heute schon Stimmen aus der Arbeiterschaft, die derartige Folgerungen ziehen. Auf einer Tagung in Tel Awiw wurde er kurzem darauf hingewiesen, daß die Organisation gegenüber der ein- Cr:z:---nden \X irtschaftsmacht des Großkapitals bald nicht mehr in Betracht kr, mm '-r. veurd'e und es wurde daraus die Folgerung gezogen, daß es für <\f >.:':/ u^eharr nnr eine Lösung gäbe: Einstellung auf die soziale Revoon. Wär rrmÄsen versuc hen, diese Gefahr soweit wie möglich zu überwinden, p \tf>y? r,hr\r wem-ns nahe, daß auch in diesem Zusammenhang die \virtvh^r'-'.k 'rs Y:'sA\ (U-r <)rganisafion verstärkt werden muß, daß die nationalen } s,r,r:.z . f.T^f, ,m,j wichtigste Mittel hierfür sind. Und auch in diesem r^/Unk^n^nj/ muß an die große Verantwortung der Gruppen erinnert ^rd^re rJf auf dem Kongreß dafür gestimmt haben, daß Sondersammlur^n prU'.uhj wurdm. Aber abgesehen von den nationalen Fonds müssen w',r /rr^nrb' n, h dir pi ivaf kapilalistische Entwicklung zu beeinflussen. Dir-;; können wir tun, wenn wir /eigen, daß wir uns um diese privatkapi- MjQfiQ'lv frdwKkhmg brmülien wollen, daß wir wirkliche Zionisten zu. '/