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Der jüdische Student · 1928-06-01 · Heft 2 (Juni 1928) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
25 (1928)
Issue
Heft 2 (Juni 1928)
Date
1928-06-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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Chaluziuth ist nicht mehr die Forderung des K.j.V. Heute gilt es, die Gemeinde und die Hochschule mit K.J.V.ern zu erfüllen, gilt es, in der Zionistischen Organisation zu arbeiten. Es kommt nicht darauf an, Ziel- Setzungen, sondern eine authentische Interpretation des Kartellprogramms zu geben. In diesem Sinne sind die Anträge des Ruder-V. j.St. zum Kartellprogramm gemeint. Emrich bedauert, daß das Präsidium, statt einen Bericht zur Grundlage der Generaldebatte zu machen, ein programmatisches Referat an die Spitze gestellt habe, das viele außerordentlich richtige und selbstverständliche Grundsätze enthalten habe, aber in seiner konkreten Zielsetzung zu bekämpfen sei. Er bedauert die Funktionsunfähigkeit des Präsidiums während des letzten Kartelljahres und erklärt, nicht für ein Präsidium eintreten zu können, in dem diejenigen Bundesbrüder, die wirklich die Arbeit geleistet hätten, nicht vertreten seien. Weißkopf kritisiert gleichfalls die unzulängliche Arbeit des Präsidiums, das keinen Kontakt mit dem Kartell gehabt habe, und es nicht verstanden habe, zionistisch wichtige Außenpositionen durch Heranziehung geeigeigneter Bundesbrüder so zu besetzen, daß sie erhalten oder ausgebaut werden konnten. Er weist darauf hin, daß in Leipzig eine Kartellverbindung nicht mehr bestehe, obwohl die zionistischen Arbeitsmöglichkeitea an der dortigen Universität sehr groß seien. Rudolf Pick stellt fest, daß das Karteil immer noch von einem Präsidium geführt werde, welches sich völlig auf die Aktivitäts einstelle, Um die Bundesbrüder, die ihre Aktivenzeit beendet haben, kümmere sich kein Mensch. Nachdem heute die Alten Herren die große Mehrheit des Kartells bilden, müsse man sich jedoch insbesondere auf sie einstellet!. Eine Aufgabe dieser Alten Herren sei die Gemeindearbeit. Hier habe das Kartell trotz seiner großen Altherrenschaft völlig versagt. Die Altherrenfrage sei die wichtigste Frage des K.J.V. Es bedürfe einer völligen Umgestaltung der Kartellorganisation. Die Leitung müsse aus Menschen bestehen, die Verständnis für diese Probleme hätten. Deshalb lehn«» er das Präsidium Kanowitz ab. Hans Anton Wolff weist darauf hin, daß die große Mehrheit der Bundesbrüder im Galuth lebe, und voraussichtlich werde leben müssen. Es gebe große praktische Aufgaben im Galuth. Vor allem versage das Kartell vollständig in der Gemeindearbeit, die große Möglichkeiten einer wirklich jüdischen Betätigung unserer Menschen biete. Diese Betätigung sei notwendig als Gegengewicht gegen die vielen gegen den Zionismus wirksamen Momente der europäischen Umwelt. Denn der junge Bundesbruder sei ja Europäer und mit den geistigen Inhalten dieser europäischen Welt erfüllt. Eine unmittelbare Beziehung zu Palästina bestehe während seiner Galuth-Existenz nicht. Wolle man Zionismus, so müsse man wenigstens alle im Galuth gegebenen zionistischen Betätigungsmö^lichkeiten ausschöpfen. Blumenfeld: Die Auseinandersetzung des Kartelltages erinnert an den B.J.C. zu der Zeit, als darum gekämpft wurde, ob der Bund zionistisch IS

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