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Der jüdische Student · 1928-03-01 · Heft 1 (März 1928) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
25 (1928)
Issue
Heft 1 (März 1928)
Date
1928-03-01
Page
[Seite] (sequence 53)
Language
German
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dadurch, d aß die Vorbereitung des K.T. in die Ferien gelegt d. h. nur recht mangelhaft eingeleitet wurde, war es kaum möglich gewesen (oder nur unter großen technischen und finanziellen Schwierigkeiten) über akute Kartellprobleme zu diskutieren. Fast jede Verbindung — und das gilt besonders für die sogenannten „Provinzverbindungen" — war darauf angewiesen, aus sich heraus Fragen zu stellen und zu besprechen, ohne daß die breite Kartellöffentlichkeit zu den angeschnittenen Problemen hätte Stellung nehmen können. Und es ist doch so, daß das Bedürfnis nach Auseinandersetzung bei fast allen Bbr. Bbr. recht groß ist. Wir glauben, daß auch hier radikal eingegriffen werden muß. Es ist notwendig, daß zur Unterstützung des Präsidiums und zur innigeren Verbindung der Korporationen untereinander eine Chargiertenkonferenz in jedem Seemster stattfinden muß. Dadurch, daß der Konnex aufrechterhalten sein wird, werden grobe Mißverständnisse — wir brauchen mir an die letzte Kartelltagsdiskussion zu erinnern — verhütet, und die Arbeit wird mehr Erfolg bringen als bisher. Und noch einen wesentlichen Zweck soll die Zusammenkunft erfüllen: nämlich die Auswahl der Erstchargierten. Es darf nicht mehr so sein, daß der Zufall die Erstchargierten bestimmt. Wir müssen fordern, daß der Erstchargierte nicht nur der Mann ist, der „Betrieb" macht, der die technischen Dinge glänzend erledigt. Darüber hinaus ist zu verlangen, daß er so etwas wie den geistigen Führer der Verbindung repräsentiert. Die vorgeschlagene Zusammenkunft muß mithelfen, die geeigneten Bundesbrüder auszulesen und sie den einzelnen Verbindungen zuzuführen. So wird das Kartell eine nicht zu unterschätzende Belebung erfahren. Man wird uns entgegenhalten — vielleicht als einziges Argument — daß das Kartell die finanzielle Belastung, die aus diesem „Parlament der Verbindungen" entsteht, nicht tragen kann. Wir halten aber diese Zusammenkunft für so wichtig, daß auf jeden Fall Wege gesucht werden müssen, um1 die erforderlichen Mittel bereitzustellen. Auch werden sich unsere Erstchargierten daran gewöhnen müssen, ihre Pfingstreise eben nicht an die See, Italien, Schweiz usw. zu machen, sondern im Interesse der Kartellarbeit werden sie sich mit den anderen Bundesbrüdern, sagen wir, im Thüringer Wald treffen. Wenn man energisch an dem Wiederaufbau unseres Kartells mithelfen will, so gibt es keine Schwierigkeiten, sicherlich keine finanziellen. Das Kartell hat gerade heute ein Recht, zu fordern: von jedem Bundesbruder zu fordern, daß er klar und eindeutig Stellung nimmt, zu fordern, daß er sich lebhaft und freudig mit den Problemen des Kartellss beschäftigt. Aufnahmeantrag. Die Verbindung Zionistischer Studenten „Hechawer4*, Riga, ersucht den S.Kaitelltag des K.J.V. um Aufnahme in das Kartell als hospitierende Verbindung. gez. B. Ourewitsch x gez. A. Weinberg xx gez. A. Dawidowitsch xxx 33

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