Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 25 (1928)
- Issue
- Heft 1 (März 1928)
- Date
- 1928-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
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raten oder zum Besuch hochoffizieller Veranstaltungen hingefahren, während auch wir bei uns verschiedentlich Friedberger begrüßen konnten. Weiter zu erwähnen ist die Teilnahme der Aktivitas an dem Stiftungsfest der Bne-Brith-Loge in Hanau a. M., zu dem die Verbindung wie »auch der K.C. eingeladen war. Bei dieser Gelegenheit kamen wir zu unserer Freude mit unseren Hanauer Alten Herren zusammen. Wir haben absichtlich einen ausführlichen Bericht über unsere Verbindungsarbeit gegeben, damit ein Einblick in unsere reiche und vielseitige Betätigung Bundesbrüder aus dem Reich veranlaßt, Frankfurt als Studienort zu wählen und unsere Arbeit zu unterstützen. Richard Ettinghausen x, Viktor Leipnik xxx. Semesierbericht der VJ St. Maccabäa, Königsberg Der Antrittskonvent vom 19, Oktober 1927 wählte zum Erstchargierten Kurt Ratzkowsky, zum Zweitchargierten und Fuxmajor Konrad Jacoby und zum Keilwart Willy Jacobsohn. Unsere Arbeit im Wintersemester war vorwiegend darauf gerichtet, auf unsere jüngeren Bundesbrüder erzieherisch zu wirken, d.h. sie zionistisch und menschlich stärker zu erfassen. Dieses Ziel haben wir auch im Laufe des Semesters zum größten Teil erreichen können. Als Mittel hierzu diente zunächst die Fuxenstunde, die regelmäßig von Bbr. Konrad Jacoby und einigemale auch von A.H. Ginsberg erteilt wurde. Als Ergänzung zur Fuxenstunde wurde mit den einzelnen Bundesbrüdern die Lektüre der zionistischen Ideologie in persönlicher Unterhaltung mit älteren Bundesbrüdern durchgesprochen. Für die gesamte Verbindung waren Vorträge angesetzt, die sich vorwiegend mit Fragen zionistischer Politik und Ideologie sowie kulturellen Fragen beschäftigten. Auf den Konventen wurden außerdem lebhafte Aussprachen über kartellpolitische Fragen geführt. Bbr. Eisenstaedt leitete ein hebräisches Seminar, in dem „Schilton Hassechel" von Achad Haam gelesen und besprochen wurde. Von geselligen iVeranstaltungen ist ein am Schluß des Semesters gefeiertes, gut gelungenes Purimfest der Verbindung besonders zu erwähnen. Um mit der nichtzionistischen Jugend eine Auseinandersetzung über grundlegende jüdische Fragen herbeizuführen, veranstalteten wir zwei sogenannte jungjüdische Abende, an denen Bbr. Berent und Bbr. Siegfried Kanowitz referierten. Die Keilarbeit mußte aus Mangel an Keilfüxen während des Semesters in den Hintergrund treten. Trotzdem gelang es uns, zwei Aktivmeldungen und davon eine Rezeption zu erzielen. Alle Vorbereitungen zur Erfassung der Abiturienten sind getroffen, und verspricht unsere Keilarbeit gute Erfolge. Kurt Ratzkowsky x. Anträge Anträge der V.J.St „Jvria, Freiburg" zum Kartelltag 1928. Der Kartelltag wolle beschließen: 1) Das Präsidium setzt sich aus drei von dem Kartelltag zu wählenden Mitgliedern zusammen. Die Ressorts (inneres Ressort, Finanzen usw.) sind von Bundesbrüdern zu besetzen, die besonders geeignet dazu 51