Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 25 (1928)
- Issue
- Heft 1 (März 1928)
- Date
- 1928-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 50)
- Language
- German
- Belongs to
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mus und die allgemeine Religionsgeschichte". Dieser Vortrag war wohl das bedeutendste jüdisch-wissenschaftliche Ereignis des Winters in Frankfurt und das große Interesse, das man an dieser Veranstaltung nahm, dokumentierte sich in einer überaus großen und sehr interessierten Hörerschaft. Sofort zu Beginn des Sommersemesters wird diese Vortragsreihe fortgesetzt. Im Laufe des Wintersemesters fand — durch den gesteigerten und neugestalteten Verbindungsbetrieb bedingt — eine große Anzahl von Konventen statt. Das Interesse für die bei den Konventen angeschnittenen Fragen war außerordentlich groß, da nicht nur wie früher lokale verbindungstechnische Angelegenheiten, sondern fast immer auch Probleme prinzipieller Art behandelt wurden. Aus diesem Grunde bedauern wir es sehr, daß die Teilnahme der Alten Herren wohl besser als früher, aber doch noch nicht nach unseren Wünschen war. Einen größeren Raum als früher nahmen die geselligen Veranstaltungen ein. Solche Veranstaltungen scheinen uns durchaus geeignet, die Verbindungsfreudigkeit zu heben, und ferner die in Fluß geratene Formenfrage praktisch zu klären. Wir kamen so u. a. während des Semesters zu zwei Teeabenden, einer Tanzveranstaltung und schließlich bei Einladungen einer erfreulich großen Anzahl von Alten Herren zusammen. Die von uns arrangierten geselligen Veranstaltungen waren von den Alten Herren gut, zum Teil sehr gut besucht und hatten auch günstigen Einfluß auf die Keilarbeit. Wie in jedem Semester nahmen wir an dem Training des Bar Kochba teil. Die Turnveranstaltungen waren offiziell und wurden regelmäßig besucht. Außerdem trafen wir uns zweimal zu Taunuswanderungen. Eine besondere Aufgabe gerade des letzten Wintersemesters war es, die Beziehungen zwischen der Aktivitas und der Altherrenschaft neu zu beleben. Zu Beginn des Semesters ordnete der C.C. Besuche bei den Alten Herren an, um sie durch persönliche Aussprache für die Verbindung» wieder zu interessieren. Die reger gewordene Beteiligung der Alten Herren bei Verbindungsveranstaltungen und die zahlreichen aus eigener Initiative erfolgten Einladungen beweisen, daß sich auch hier die Verhältnisse erfreulich gestaltet haben. — Die im früheren Semester ebenfalls recht lockere Verbindung zwischen uns und der zionistischen Ortsgruppe hat sich in gleicher Weise geändert. An Stelle eines Nebeneinander trat eine gegenseitige Unterstützung bei den Arbeiten beider Organisationen. Zu den verschiedenen Aktionen und besonderen Anlässen sandten wir stets Bundesbrüder als Hilfskräfte, während auch wir von der Ortsgruppe organisatorisch unterstützt wurden. Die Vorträge der Ortsgruppe wurden stets als offizielle Veranstaltungen in unser Wochenprogramm aufgenommen, und umgekehrt auch die Mitglieder der Ortsgruppe zu dem Vortrag von Dr. Buber eingeladen. Nach dem Weggang von A.H. Falk übernahm Bbr. Rosenfeld unsere Vertretung in dem Vorstand der Ortsgruppe. Besonders hervorzuheben sind unsere Beziehungen zu dem zionistischen Jüdischen Studentenverein Heatid am Polytechnikum in Friedberg. Auf besondere Einladungen sind Bundesbrüder zur Abhaltung von Refe- 50