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Der jüdische Student · 1928-03-01 · Heft 1 (März 1928) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
25 (1928)
Issue
Heft 1 (März 1928)
Date
1928-03-01
Page
[Seite] (sequence 49)
Language
German
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entsprechend der Veränderung der allgemeinen und besonders der zionistischen Situation, 4) Verstärkte Keilarbeit. Wir begannen das Semester mit einer Aktivitas von achtzehn Bundesbrüdern, zwei Bundesbrüdern wurde ihr Inaktivierungsgesuch genehmigt und weiteren 7 Bundesbrüdern teilweiser Dispens in Anbetracht ihres bevorstehenden Examens gewährt. Trotzdem nahmen auch diese Bundesbrüder nach Möglichkeit an allen officiellen Veranstaltungen teil. Bundesbruder J. Werczberger wurde A.H.iert, wobei ihm als hebräischem Lehrer die hebräische Prüfung erlassen wurde. Der Fux M. Schimmel mußte als unbrauchbar abgegeben werden. Die Keilarbeit erstreckte sich auf Studenten und Abiturienten. Als Prinzip hatten wir uns gesetzt, nur wirklich wertvolle Menschen zu keilen, und haben demzufolge in verschiedenen Fällen die Keilarbeit nach besonderen Recherchen eingestellt. Wir hatten während des Wintersemsters 5 Aktivmeidungen von Keilfüxen, die dann sämtlich rezipiert wurden. Drei weitere Aktivmeldungen stehen unmittelbar bevor. Auch von dm gekeilten Abiturienten wird sich zweifellos eine ganze Reihe aktiv melden. Der Fuxenkurs (Tendenz) wurde von A.H. Alfred Haas bis Januar einmal wöchentlich erteilt, dann von ihm aus beruflichen Gründen abgegeben. Fc<r die Bundesbrüder, die noch keine tiefere Kenntnis im Hebräischen hatten, wurde ein Kurs unter der Leitung von Bbr. E. Nebenzahl eingerichtet. Nach den Weihnachtsferien begannen wir mit der Organisation von größeren Vorträgen bekannter jüdischer Gelehrter über jüdisch-wissenschaftliche Themen, die an der Universität gehalten werden , sollten. Wir hatten uns zu dieser Neueinrichtung entschlossen, da uns der alte Burschenkurs mit seinen Einzelreferaten von Bundes.brüdern längst nicht mehr für eine tiefere jüdische Weltbildung geeignet erschien. Von der geplanten Vortragsreihe möglichst zionistischer oder zionistenfreundlicher Gelehrter versprachen wir uns dagegen 1) die bestmögliche Einführung der Bundesbrüder in die verschiedenen Gebiete jüdischen Wissens, 2) eine Einwirkungsmöglichkeit auf die jüdische Öffentlichkeit durch entsprechende Auswahl von Rednern und Themen (die Vorträge sind bei freiem Eintritt jedermann zugänglich), 3) Bereicherung der von zionistischer Seite veranstalteten Vorträge, da es sich oft um Fragen handelt, die trotz ihrer Bedeutung dennoch nicht in einer Ortsgruppenveranstaltung behandelt werden können, 4) besondere Vorteile bei der Keilarbeit, da vielleicht nur auf diese Weise eine besondere Gruppe von geistig interessierten Keilfüxen zu uns herangezogen werden kann. Eine ganze Reihe von bekannten Gelehrten und Schriftstellern hatte sich uns für solche Veranstaltungen zur Verfügung gestellt. Technischer Schwierigkeiten wegen konnten in diesem Semester nur zwei Vorträge angesetzt werden, die Herr Prof. Franz Oppenheimer und Dr. Martin Buber übernahmen. (Prof. Oppenheimer mußte dann leider seinen Vortrag aus gesundheitlichen Gründen auf das nächste Semester verschieben). Buber sprach in einem der größten Hörsäle der Universität über „Der Chassidism

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