Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 25 (1928)
- Issue
- Heft 1 (März 1928)
- Date
- 1928-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 48)
- Language
- German
- Belongs to
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die vorwiegend aus der V.J.St. Kadimah, Bonn, nach Berlin überwiesen worden waren. Sie hat sich ausgezeichnet entwickelt nud verspricht, eine sehr aktionsfähige frische Korporation zu werden, die auf die Entwicklung des Kartells fördernden Einfluß nehmen wird. Besonders jerfreulich ist die Tatsache, daß die Eröffnung der Verbindung auf den Altherrenkreis außerordentlich reaktivierend gewirkt hat. Auch die V.J.St. Maccabaea hat nach mancherlei Schwankungen im Verlauf des Semesters sich recht gut entwickelt. Es besteht die jAussichf, daß sie im Laufe des Sommersemesters zu einer großen Korporation wird, die sich bemüht, die alte Tradition dieser Verbindung, die Tradition der geistigen Weiterbildung der zionistischen Erkenntnis, wieder aufzunehmen. Der Ruder-V.J.St. ist mit 32 Aktiven und 8 Inaktiven zur größten Verbindung des Kartells, ja sogar zur zweitgrößten jüdischen Verbindung in Deutschland geworden. Die Verbindung verfügt über einen guten Nachwuchs, um dessen Erziehung sich mehrere inaktive Burschen und Alte Herren intensiv bemühen. Zu bemerken ist, daß in dieser Verbindung, i« welcher der Ruderbetrieb ipso facto eine starke Disciplin bedingt, neben dem allgemeinen Fuchsenunterricht die Komment-Fuchsenstunde wiedereingeführt worden ist. Diese Tatsache dürfte für die Entwicklung des Kartells nicht ohne Bedeutung sejn. Eine negative Entwicklung hat im letzten Jahr der Sport-V.J.St. genommen. Das ist wohl in erster Linie auf einen weitgehenden Mangel an Erkenntnis der Aufgaben und Methoden der Erziehung in einer zionistischen Sportverbindung zurückzuführen. Die A.K.B, wird versuchen, die Verbindung durch Ueberweisungen einiger aktiver, sportlich qualifizierter jüngerer Bundesbrüder im kommenden Sommersemester so weit zu konsolidieren, daß im nächsten Winter wieder mit ihr als einem Aktivposten gerechnet werden kann. Hubert Pollack. Semcsierbericht der V.J.St. Saronia, Frankfurt Auf dem Antrittskonvent vom 3. 9. 1927 wurden die Chargen wie folgt verteilt: Bbr. R. Ettinghausen x Bbr. J. Rieger xx Bbr. Paul Leipnik xxx Bbr. Rieger mußte der Verbindung — durch Krankheit gezwungen längere Zeit fernbleiben und legte deshalb sein Amt nieder. Die C.C.¬ Arbeit wurde von den beiden andern Chargierten — unter der zeitweiligen Assistenz der Bundesbrüder Rosenblum und Brüll — ohne besondere Neuwahl weitergeführt. Besondere Aufgaben für die Saronia waren in diesem Semester: 1) Eroberung einer Position im jüdischen Frankfurt, 2) Anknüpfung engerer Beziehungen zu den Alten Herren, mit denen wir. vorher nur in sehr losem Zusammenhang standen, 3) Versuch der Umstellung des eigentlichen Verbindungsbetriebes, 48