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Der jüdische Student · 1928-03-01 · Heft 1 (März 1928) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
25 (1928)
Issue
Heft 1 (März 1928)
Date
1928-03-01
Page
[Seite] (sequence 47)
Language
German
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Wahrnehmung der Geschäfte permanent verhindert war, Bbr. Hans Rothschild als Beauftragter des Präsidiums ein, der die erheblichen verwaltungsmäßigen Aufgaben des Ressorts mit großer Umsicht und Geschicklichkeit erfüllte. Während es dem Ressort fast immer gelungen ist, für Mediziner und Juristen Angebot und Nachfrage in befriedigender Weise auszugleichen, war in den naturwissenschaftlich—technischen und in den kaufmännischen Berufen das Angebot größer als die Nachfrage. Die Zahl der Firmen, die jüdische Angestellte — für unsere jungen Chemiker, Ingenieure und Kaufleute handelt es sich ja fast immer um unselbständige Tätigkeit beschäftigen, nimmt in Deutschland offenbar ständig ab, obgleich die Leitung vieler sehr großer Unternehmungen in Industrie und Handel von Juden maßgebend beeinflußt wird. Leider muß festgestellt werden, daß nur sehr wenige von unseren Alten Herren, die auf führenden Posten in der Wirtschaft stehen, das Berufsressort in ausreichender Weise unterstützt haben. So hat sich schließlich der unerfreuliche Zustand entwickelt, daß an diesen kleinen Kreis von Bereitwilligen immer wieder herangetreten werden muß. Ob es gelingen wird, diesem Mangel in Kürze ein Ende *zu machen, läßt sich leider noch nicht absehen. Zum Schluß sei noch bemerkt, daß das Berufsressort, dessen Mitteilungen regelmäßig in der „Jüdischen Rundschau" veröffentlicht werden, in letzter Zeit auch häufig von dem Kartell nicht angehörenden Gesinnungsgenossen in Anspruch genommen worden ist. i. V. Hubert Pollack. Bericht der Arbeitskommission Berlin Die Arbeitskommission Berlin wurde erst zu Beginn des Wintersemesters wieder ins Leben gerufen, um die Großberliner Arbeit zentral zusammenzufassen. Sie hat diese Aufgabe nicht gelöst, weil der Leiter des Ressorts durch seine Tätigkeit als Kartellsekretär zu stark in Anspruch genommen war, um den umfangreichen organisatorischen und erzieherischen Aufgaben des Postens die erforderliche Zeit auch nur annähernd widmen zu können. Immerhin ist es gelungen, wenigstens nach außen hin für die notwendige Repräsentation des Kartells bei akademischen Veranstaltungen Sorge zu tragen. Von Bedeutung ist dabei besonders ein Abend1 des Akademischen Jüdischen Geschichtsvereins (A.J.G.V.) auf dem der Führer des Verbandes Nationaldeutscher Juden, Dr. Max Naumann, sprach. Das K.J.V. war dort durch Bbr. Pollack vertreten, der den .Ausführungen des Referenten über das Thema „Die deutsche Judenfrage" unsere Auffassung dieses Problems entgegenstellte. Die A.K.B, hat ebenfalls an einem vom A.J.G.V. ausgehenden Vorschlag mitgewirkt, ein interkorporatives Ehrenschiedsgericht zwischen den Berliner jüdischen Verbänden und Korporationen einzurichten. Die Verhandlungen hierüber sind noch im Gange. Als großer Erfolg der Berliner Arbeit, der auf die Bemühungen des Altherrenbundes der V.J.St. Hasmonaea und des Präsidiums gleichermaßen zurückzuführen ist, kann die Wiedereröffnung der V.J.St. Hasmonaea bezeichnet werden. Die Verbindung wurde von Bundes?,rüdern aufgemacht, 47

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