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Der jüdische Student · 1928-03-01 · Heft 1 (März 1928) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
25 (1928)
Issue
Heft 1 (März 1928)
Date
1928-03-01
Page
[Seite] (sequence 46)
Language
German
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Leider sind diejenigen Menschen, die in der nächsten Zeit für Ueberweisung zur Verfügung stehen, großenteils noch ganz junge Bundesbrüder, die zwar in einer Verbindung wirksam mitarbeiten, nicht aber den Betrieb einer Verbindung selbständig leiten können. Hier machen sich die zu geringen Werbeerfolge des Jahres 1926 unangenehm bemerkbar. Trotz alledem darf das Ueberweisungsressort mit seinen Erfolgen sehr zufrieden sein und damit rechnen, daß die Arbeit im kommenden Kartelljahr noch sehr viel erfreulicher werden wird. i. V. Hubert Pollack. Bericht des Werbercssorts Das Kartell hatte im letzten Jahre eine beträchtliche Zunahme seiner Werbeerfolge zu verzeichnen. Trotzdem das antizionistische Judentum in Deutschland seine Anstrengung im Kampf gegen uns von Tag zu Tag verstärkt, trotzdem wir zurzeit eine wirksame Unterstützung unserer zionistischen Werbearbeit durch zionistische Jugendbünde nach dem Zusammenbruch des Blau-Weiß vermissen, haben wir im Sommersemester 1927 56 Neuaufnahmen (S. S. 1926: 52) und im Wintersemester 1927 — 28 56 zu verzeichnen. (W.S. 1926-27: 19) Unter den Neuaufgenommenen sind erfreulicherweise nur wenige alte Zionisten und auch nur wenige, die uns schon vorher nahegestanden haben. Die Metnoden der Werbearbeit während des Berichtsjahres waren dieselben wie im vorhergehenden Jahr. Es wurden die Adressen der Abiturienten und der Neuimmatrikulierten festgestellt und diese dann zu Zir~ kelveranstaltungen und gelegentlich Propagandaversammlungen geladen. Zur Vorbereitung der Werbearbeit für das kommende Sommersemester hat das Werberessort wieder zu dem in den Jahren unmittelbar nach dem Kriege sehr erfolgreichen Mittel einer zentralen Bearbeitung von Keilfüchsen durch Propagandabroschüren und Briefe gegriffen. Vorläufig ist erst ein Teil der Werbebezirke wieder eingerichtet. Es wird im Laufe des Sommersemesters daran gegangen werden, die alten Werbebezirke in ganz Deutschland wieder herzustellen, um die außerordentlich großen Werbechancen voll auszunutzen, die das Kartell jetzt wieder dadurch bekommt, daß ein großer Teil der jüdischen Abiturienten sich wieder dem Studium zuwendet und daß die weitgreifende Interesselosigkeit gegenüber geistigen und jüdischen Fragen in der jüdischen Jugend allmählich ^ein wenig zurückzugehen scheint. Das Werberessort sieht dem kommenden Kartelljahr mit größtem Optimismus entgegen. i.V. Hubert Pollack. Bericht des Berufsressorts Die Tätigkeit des Berufsressorts war auch im letzten Jahr auf Stellenvermittlung beschränkt. Diese Aufgabe erfüllte das Ressort jedoch mit einigem Erfolg, obgleich Bundesbruder Michels von Anfang an durch häufige berufliche Abwesenheit von Berlin oft nicht in der Lage war, die Arbeit zu erledigen. Für ihn trat dann jeweils der Kartellsekretär und, nachdem Bbr. Michels seit November 1927 aus beruflichen Gründen an der 46

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