Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 25 (1928)
- Issue
- Heft 1 (März 1928)
- Date
- 1928-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 45)
- Language
- German
- Belongs to
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zu konstatieren als in früheren Jahren. Es wird Aufgabe der nächsten Kartellperiode sein, sämtliche Alten Herren Berlins in bestehenden oder neuzuschaffenden Verbänden zu organisieren, und die Altherrenverbände in stärkerem Maße als bisher in die direkte zionistische Arbeit hineinzuführen. Es darf auf die Dauer nicht bei der Erörterung zionistischer Probleme bleiben. Ein so qualifizierter Kreis wie die Altherrenschaft des K.J.V. muß über die K.H.-Zahlung hinaus durch Uebernahme bestimmter zionistischer Aufgaben zu einer erneuten Expansion des deutschen Zionismus beitragen. Außerdem muß man den Versuch machen, mit den bestehenden A.H.-Verbänden im Reich in stärkere Fühlungnahme zu kommen und dieselben besonders durch Vorbereitung von Tagungen in den Bezirksverbänden von der Zentrale aus zu unterstützen. Walter Czapski, Siegfried Kanowitz. Bericht des Ueberweisungsressoris Nach der krisenhaften Entwicklung, die das Kartell in organisatorischer Hinsicht während des Wintersemesters 1926-27 genommen hatte, hielt die Leitung des Inneren und Ueberweisungsresfeorts es für die wichtigste Aufgabe, die bestehenden Kartellverbindungen durch Ueberweisungen organisatorisch zu konsolidieren und darüber hinaus durch zielbewußte Unterstützung der jeweils für die Werbearbeit aussichtsreichen Korporationen die Keilerfolge des Kartells zu vermehren. Zu diesem Zweck wurden im Sommersemester 1927 die Universitäten Bonn und Freiburg, im Wintersemester 1927-28 die Universitäten Berlin und xWünchen durch Ueberweisungen verstärkt. Die großen Werbeerfolge des Karteils haben die Richtigkeit dieser Maßnahmen bestätigt. Zum kommenden Sommersemester wird versucht werden, durch Konzentration unserer Kräfte nach Heidelberg, Freiburg und Frankfurt dem K.C. und den paritätischen Verbindungen, die während des Sommers an diesen Universitäten große Werbeerfolge zu erzielen pflegen, erfolgreich entgegenzutreten. Ferner wird Bonn durch RückÜberweisung eines Teiles der Bundesbrüder, die im verflossenen Wintersemester die V.J.St. Hasmonaea, Berlin, aufgemacht haben, verstärkt werden, während die Hasmonaea sich in erster Linie durch Fortsetzung ihrer im Winter sehr erfolgreichen Werbearbeit weiterentwickeln muß. Sollten — was sich zurzeit noch nicht übersehen läßt — sich auch in Würzburg günstige Entwicklungschancen bieten, so wird der Versuch unternommen werden, auch dort die Verbindung wieder aufzumachen. Es hat sich im Laufe des Berichtsjahres erfreulicherweise gezeigt, daß die Bundesbrüder sich dem Präsidium wieder bereitwillig für die Ueberweisungen zur Verfügung stellen. Dieser Erfolg ist in erster Linie auf die außerordentlich intensive Arbeit von Bbr. Boris Silbert zurückzuführen, der fast mit jedem einzelnen Bundesbruder wegen seiner Ueberweisung persönlich korrespondierte und im Wintersemester durch seine berufliche Tätigkeit als Reisesekretär des Keren Hajessod vor allem auch Gelegenheit hatte, in persönlicher Aussprache auf die einzelnen Bundesbrüder einzuwirken. 45