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Der jüdische Student · 1928-03-01 · Heft 1 (März 1928) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
25 (1928)
Issue
Heft 1 (März 1928)
Date
1928-03-01
Page
[Seite] (sequence 38)
Language
German
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stcrpräsident hat demissioniert, um den Anstoß für allgemeine Wahlen zu geben. Man erwartet, daß die Wahlen von Frankreich durch die Gewährung einer Amnestie für frühere Aufständische und durch starke Einschränkung des Belagerungszustandes insbesondere der Pressezensur und der Versammlungsbeschränkungen, vorbereitet werden. Die Verständigung wird auch dem noch intransigeanten Teil des palästinensischen Arabertums neuen Stoff zum Nachdenken über die Richtigkeit seiner Haltung geben (sein politisches Programm enthält die Vereinigung Palästinas mit Svrien), und wird die Gruppe verstärken, die einen Ausgleich mit der Mandatarmacht unter Verzicht auf das Prinzip der non Cooperation erstrebt. Die politische Losung dieser Gruppe, für die lebhaft agitiert wird, ist das palästinensische Parlament. Von englischen Kreisen wird übrigens die größere Aktivität Frankreichs in der Richtung, in Syrien geordnete, den Wünschen der Bevölkerung entgegenkommende Zustände zu schaffen, mit dem Bestreben in Zusammenhang gebracht, den Endpunkt der Röhrenleitung von Mossul für Syrien zu sichern. Der Angriff auf Sir Alfred Mond in Bagdad ist offenbar nicht, [wie man etwa der Angehörigkeit des Königs Feisal zur Husseinitenfamilie glauben könnte, in einem geheimen Einverständnis mit der Regierung erfolgt. Feisal hat wiederholt zu erkennen gegeben, daß er persönlich nicht als Gegner des Zionismus gelten will. Er hat auch auf den Vorfall in Bagdad mit schweren Bestrafungen der Täter reagiert. Der Zwischenfall erinnert aber daran, daß die arabische Frage trotz der Fortschritte der letzten Jahre nach wie vor besteht, (und zwar sowohl für uns wi fcfür England, für dieses sowohl als Mandatarmacht über Palästina, wie als eine Macht, für welche die Entwicklung des arabischen Orients eine besondere Bedeutung hat.) Auch diese Erinnerung ist ein Anlaß dafür, die Bedeutung Englands als Sehut?macht unserer Sache, auch in grob-äußerlich militärisch. Sinne richtig zu würdigen. Außerdem ist hier wieder einmal in überraschender Weise deutlich geworden, welche abergläubischen Vorstellungen im Arahcrtum mit Zionismus verbunden werden: die Bagdader Studenten wollten gegen das Eindringen des Zionismus in Mesopotamien demonstrieren, als dessen Ankündigung Monds Ankunft, der wegen der Röhren« leitung kam, verstanden wurde. Ergebnis also: dringende Notwendigkeit von Aufklärung über den Zionismus in den arabischen Ländern. 3. Zur politischen .Methode. I m Artikel Frumkins im Dawar analysiert di«1 Entwicklung der kYgierimgsfinan7en mit dem Ergebnis, daß die Ausrr?b( n in ungerechtfertigtem Maße dem judischen Jischmv zugute kämen. I >f f Artikel gibt Anlaß >n der Bemerkung, daß die in ihm geübte, Methode de? Kritik durchaus \ crembar ist mit einer Politik, die eine vernünftige \Yr*r:mHiguni2 mit Iriigiand?ur Grundlage hat, aber gleichzeitig unsere r'MHhnmiJrn in dn richtigen Weise betont. Niemals hat um diese!bch-rr«H;indlichkcit nocheinmal aus7\isprcchcn Streit darüber beet-Midcn. dnß wh 1 ngland gegenüber Forderungen geltend?u machen Iv.bm Wh wruru nui der Meinung, daß wir durch eine praktische, hintuet«' Bcuheitum? dn Finzelfragen unseren Ansprüchen Beachtung vMcrhrrffcn tuii«rn. Mso durch sachliche Vorbereitung der über die \o

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