Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 25 (1928)
- Issue
- Heft 1 (März 1928)
- Date
- 1928-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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monatlich herauszugebenden, sorgfältig redigierten J.St.) hat in nächster Zeit zu sein: a) Die Stellung des K.J.V. an den deutschen Hochschulen (Unsere hochschulpolitische Situation) Gedankliche Klärung und Beantwortung des Problems „Staatsbürger — Volksbürger") b) Die Stellung des K.J.V. in der jüdischen Jugend (Stellung zuf jüdischen Sportbewegung. Soziologische Abgrenzung gegenüber der Jugendbewegung; Aufgaben in der Jugendbewegung. Stellung zum Brith Hanoar. Stellung zur nichtzionistischen Jugendbewegung und Auseinandersetzung mit ihr.) c) (Stellung des K.J.V. zu den großen politischen Pänomenen der Gegenwart (Die Wandlung der Gesellschaftsstruktur durch den Kapitalismus. Das Problem des Sozialismus. Die Wandlung der politischen Methoden und der Herrschaftsformen.) Zu den Punkten a) und b) muß das Kartell über die Diskussion der Dinge hinaus zu einer aktiven Stellungnahme noch im Laufe dieses Jahres kommen. 3) Das Kartell hat konkrete zionistische Arbeitsaufgaben in der Gallith zu erfüllen. a) Schaffung einer zionistischen Schicht in der jüdischen Gesellschaft Deutschlands. (Logen-Bildung). b) Intensive Mitarbeit in der Zionistischen Vereinigung für Deutschland und den zionistischen Institutionen. c) Mitarbeit in den jüdischen Kultusgemeinden. Stärkste Aktivität auf dem Gebiet der staatsrechtlichen Stellung der Juden in Deutschland. Diese Aufgaben sind überwiegend Aufgaben der Alt-Herrenschaft, die jedoch nicht unabhängig und ohne Anteilnahme der Kartell-Leitung in fruchtbarer Weise gelöst werden können. 4) Das Kartell hat konkrete zionistische Aufgaben Palästina gegenüber zu erfüllen, die in wirtschaftlicher Unterstützung palästinensischer Institutionen und der nach Palästina übergesiedelten oder übersiedelnden Bundesbrüder bestehen. Mittel dazu ist die Schaffung eines großen kaufmännisch zu verwaltenden Palästina-Fonds. Diese Thesen ergeben sich zwangsläufig aus den Funktionen unseres Bundes als eines organischen Ganzen. Der Verzicht auf auch nur eine einzige von ihnen bedeutet daher Verzicht auf sie alle. Nur in ihrer Totalität können sie so verwirklicht werden, daß sie den Lebensbedürfnissen unseres Kartells entsprechen und den Anforderungen genügen, die die zionistische Bewegung an das K.J.V. als die Organisation der deutschen zionistischen Akademikerschaft stellen muß. Es kommt nicht darauf an, sie anzuerkennen oder sie zu kritisieren. Man muß sie verwirklichen oder statt ihrer bessere. 21