Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 25 (1928)
- Issue
- Heft 1 (März 1928)
- Date
- 1928-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Freunde in Palästina haben und durch konkrete Hilfe betätigen müssen. Das KJ.V. wird erkennen müssen, daß es schon um seiner selbst willen sich mit Menschen und Werken in Palästina verbinden muß. VII. Wir haben im vorhergehenden kein Erziehungsprogramm für das K.J.V. aufstellen wollen, und wir bitten, diese Anmerkungen nicht auf Vollständigkeit untersuchen zu wollen. Wichtige Fragen, z. B. die unserer Werbearbeit, unserer Ausbildung, die des Aufbaus der Verbindungen, der A.H.¬ Arbeit, unserer Hochschulpolitik, sind hier garnicht berührt worden. Es ist hier nur der Versuch gemacht worden, die Voraussetzungen für unsere Arbeit erneut zu klären. Darauf aufbauend wird es notwendig sein, dem Kartelltag ein Erziehungsprogramm des K.J.V. vorzulegen. Unsere nächsten Aufgaben Von Hubert Po Hack, (S p o rt- V. J. St., Berlin, i.a.B.) I. Als wir uns im Februar 1927 zum 7. Kartelltag versammelten, gab es in ganz Deutschland knapp ein halbes Dutzend intakter Kartellverbindungen, hatte die Werbearbeit mit 19 Neuaufnahmen im Semester ihren absoluten Tiefpunkt erreicht, sah man keine jungen, zur aktiven Weitegestaltung des Kartells willigen und fähigen Kräfte. Die Lage war verdammt ernst. Das verflossene Kartelljahr hat die organisatorische Konsolidierung unseres Bundes gebracht. Es hat zum Ausbau aller Verbindungen unter Verzicht auf so unhaltbare Positionen wie Jena und Würzburg geführt, mehr als hundert Neuaufnahmen gezeitigt und einer Reihe jüngerer Bundesbrüder Gelegenheit gegeben, sich auf verantwortlichen Posten in den einzelnen Korporationen organisatorisch, zionistisch, menschlich zu bewähren. Das Fundament des K.J.V. scheint wieder leidlich gesichert. Der 8. Kartelltag muß auf dieser Grundlage unsere zionistischen Möglichkeiten von neuem prüfen, unsere Aufgabe neu und richtiger stellen und ihre Lösung durch Schaffung einer geigneten Leitung sichern. II. Jede Gemeinschaft junger Zionisten in der Galuth hat eine zwiefache Aufgabe: Erziehung von Nichtzionisten zum Zionismus und Erziehung der Gewonnenen i m Zionismus. Ziel dieser Erziehung ist die Uebersieülung des Erzogenen nach Palästina. Welche Möglichkeiten hat das K.J.V. für die Erziehung zum und im Zionismus; welche Möglichkeiten hat der K.J.V.er zur Erreichung jenes Zieles? Das K.J.V. ist ein Bund zionistischer Akademiker in Deutschland. Mit wenigen Ausnahmen entstammen seine Mitglieder der Bourgeoisie und wenden sich als junge Menschen Berufen zu, für welche die Wirtschaftsstruktur Palästinas in ihrem hejutfgen Zustand wenig Existen/z-f Chancen bietet. (Wer heute nicht im Auftrage einer europäischen Firma oder in den Diensten einer europäischen Regierung nach Palästina geht, ia