Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 24 (1927)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1927)
- Date
- 1927-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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deutschen Universitäten sind. Unsere Stärke würde darin bestehen, daß wir restlos Studenten wären, da wir in diesem Falle von allen Gleiches verlangen könnten. Heute aber sind im aktiven Kartell eine Reihe von Nichtakademikern, die bei aller Anerkennung ihrer Leistungsfähigkeit und der Intensität ihres zionistischen Bewußtseins sich nicht in dem Maße an dem Verbindungsleben beteiligen können, wie es erforderlich wäre. Was aber wichtiger ist als diese Feststellung, ist die Tatsache, daß Studentenkorporation. Im ersten? Falle aber, so man sich dafür entscheidet, entledige man sich der dann anachronistischen Institutionen wie Konvent, Gliederung in Füchse und Burschen, man schaffe den C. C. ab. Aus der Klarheit darüber, was wir in diesem Falle sind, wird unsere Stärke fließen. Unser Aufgabenkreis wird sich erweitern. Neue Bereiche zionistischer und jüdischer Tätigkeit werden sich uns eröffnen. Ein farbiges Bild entsteht. Aber es ist nur ein Fata Morgana,. Wähle die richtige Versicherungs-Gesellschaft, nicht die erste beste, sondern die erste und beste! — Durch die Verschmelzung der Allianz mit den Stuttgarter Gesellschaften ist soeben ein Versicherungsblock geschaffen, der nicht nur in Deutschland an Geschäftsumfang und Kapitalkraft völlig überragend dasteht, sondern auch auf dem ganzen Versicherungsmarkt eine der größten und stärksten Versicherungsunternehmungen ist. Die vereinigten Lebensversicherungs-Gesellschaften verzeichnen Ende 1927 Aktiven von über 200 Millionen Mark, einen Versicherungsbestand von rund 1,6 Milliarden Mark und im ablaufenden Jahre eine Prämieneinnahme von über 80 Millionen Mark. durch die Aufnahme von Nichtakademikern die Zahl derer, die an anderer Stelle ihre Kräfte einsetzen können, bedenklich verringert wird, da das K. J. V. doch den ganzen Menschen fordert. Einen Herzl-Klub gibt es nicht mehr,, weil die in Frage kommenden Kaufleute vom K. J. V. absorbiert werden. Dieser Zustand ist unhaltbar. Alle diejenigen, die davon sprechen, daß wir keine Berufsscheidung aus Gründen nationaler Disziplin vornehmen dürfen, sollten vorerst diese rein praktische Seite erwägen. Zwei Wege gibt es für uns, einmal den des zionistischen Klubs mit akademischer Präponderanz oder den der zionistischen die beim Nähertreten in nichts zerfließt. Auf Hochschulen ist es nicht lediglich die attraktive Kraft der Idee, die uns Menschen zuführt, sondern das Fluidum, das von der Gemeinschaft ausgeht, die der Träger dieser Idee ist. Die Menschen, auf die wir rechnen und auf die es uns in der Hauptsache ankommt, sind in der Tradition deutschen Studententums erzogen worden. Nicht allein deshalb ist der zionistische Klub abzulehnen, sondern auch aus dem Grunde, weil die Studentenkorporation in sich für uns größere , Möglichkeiten eröffnet. Das ist kein Verharren in der Assimilation. Denn diese kann nur insoweit vermieden werden als sie nicht eine