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Der jüdische Student · 1927-12-01 · Heft 3 (Dezember 1927) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
24 (1927)
Issue
Heft 3 (Dezember 1927)
Date
1927-12-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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Ansicht. i I. j Die geringe Teilnetmierzahl liegt | hauptsächlich an der unglücklichen I Wahl von Ort und Zeit. Mit Rückj sieht auf den Kongreß wurde die I liegend von Freiburg als Tagungsort und Ende August als Tagungszeit in Aussicht genommen. Freiburg ist von fast allen Städten, in denen K. J. V.-Verbindungen bestehen, nur nach außerordentlich langer Fahrt zu erreichen; von Berlin z. B., das ein starkes Kontingent von Campbesuchern stellt, braucht man 25 Stunden. Ks ist den Bundesbrüdern daher nicht zu verdenken, wenn sie wegen eines Aufenthaltes von 2 bis 8 Tagen, bei Teilnahme am Kongreß von höchstens 10 bis 12 Tagen, nicht 2 Tage und 2 Nächte fahren und hohe Heisekosten machen wollen. Außerdem fahren viele Bundesbrüder nach Seinesterschluß nach Hause. Mit Rücksicht darauf wird das Camp gewöhnlich auf Anfang August gelegt, damit es diese Bundesbrüder mit der Heimreise verbinden können. Ende August kann selbstverständlich kaum einer von diesen Bunaeshrüdern zum Camp fahren. II. Aus diesen Gründen hat der Ruder-V. J. St. dem Präsidium vorgeschlagen, das Camp in einem i h'te Thüringens und Anfang August zu veranstalten. Wir sind sicher, daß unter diesen Umständen sehr viele Bundesbrüder gekommen wären. Von unserer Verbindung allein wollten 15 bis 20 Bundesbrüder fahren. Das Präsidium hat aber auf unseren Vorschlag nicht reagiert, sondern — wahrscheinlich zur Beruhigung des Volkes — beschlossen, die nächste allgemeine Veranstaltung des Kartells, gedacht war an ein Sportfest, auf den späten Herbst zu verschieben. Irgendwelche Vorbereitungen hierfür wurden nicht getroffen. Man dachte auch gar nicht daran. Xach dem Kalender ist der Herbst am 22. Dezember zu Ende. Sollte mit Spätherbst etwa Dezember gemeint sein? III. Wir im Kuder-V. J. St. sind nach den Vorgängen der Ansicht, daß das Verschulden für den Ausfall : tles Camps in erster Reihe das j Turn- und Sportressort trifft, da! es die Vorbereitungen in lässiger I WTeise betrieben hat. Dieser; Meinung haben wir auf dem j Konvent am 27. Juli durch die An-; nähme folgender Resolution Aus-; druck gegeben: „Der Ruder-V. J. St. bedauert den Ausfall des Camps außer-! ordentlich und erblickt darin nach Lage der Dinge ein Versagen des Turn- und Sportressorts." Aber auch, der giv-ßU; Teil des Präsidiums ist nicht unschuldig. Wer den letzten Präsidialsitzungen im Juli beiwohnte, konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, daß diese für das Kartelleben so wichtige Frage auch von fast allen Mitgliedern des Präsidiums sehr leichtgenommen wurde. Erst als in der entscheidenden Sitzung ein Präsidialmitglied unter Zustimmung der anwesenden Vertreter der Berliner Verbinclungen in energischei' Weise gegen die Art der Behandlung eines wichtigen Faktors Front machte, kam es zu dem oben angeführten Be-! schlufl Seinen Wert sieht man heute.

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