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Der jüdische Student · 1927-12-01 · Heft 3 (Dezember 1927) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
24 (1927)
Issue
Heft 3 (Dezember 1927)
Date
1927-12-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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sorgfältigen Erhebungen psychopathologisch geschulter Aerzte und Erzieher haben ergeben, daß die Erziehungsmöglichkeiten für den einzelnen sowohl, wie für seinen jeweiligen Typus viel umfassender angesetzt werden können, als man früher in der sogenannten Verwaltungsära annahm. Wer einmal in die Seelen dieser Menschen mit ihren Hemmungen, Verkrampfungen und ihren Unzulänglichkeitsvorstellungen hineingeleuchtet hat, weiß, wie sehr sich auch scheinbar unerziehbare Individuen nach ihnen angepaßter Erziehung sehnen, einer Erziehung, die sie frei macht von dem ihnen nicht gemäßen Maßstab der normalen Erziehung. Auch für diese Menschen und vielleicht gerade für sie gilt die anfangs aufgestellte Forderung nach Erziehung in Lusthetontheit, um zum gewünschten Erziehungsresultat zu kommen. Von diesem Erziehungsideal sind wir hier in Palästina leider noch weit entfernt. Die Zeit drängt jedoch. Jede Woche versäumter Einwirkung vergrößert die Schwierigkeiten sozialer Eingliederung. Man wird einwenden, daß noch nicht einmal für sämtliche normalen Kinder Er- /iehungsmöglichkeiten verhanden sind. Mit Recht, aber auch wieder nicht. Denn den psychisch und intellektuell normalen Menschen schützt seine seelische Konstitution vor dauernder Entgleisung, auch ist er so strukturiert, daß die normalen erzieherischen Einflüsse von Elternhaus und Gemeinschaft zum mindesten die soziologische Eingliederung geradezu spielerisch vorbereiten. Hier versagt der Abnorme vollkommen. Es gilt also, eine Erziehungsgelegenheit für solche Kinder zu schaffen, die psychisch und intellektuell abnorm sind. Man zögere nicht, denn für alle, die Gemeinschaft sowohl wie die Kinder selbst, ist Gefahr im Verzuge. Einer weiteren Erörterung müßte vorbehalten bleiben, die technischen Einzelheiten für die Schaffung einer solchen Anstalt auseinanderzusetzen. Nur soviel kann schon jetzt gesagt werden: Die gesamte soziologische Struktur des jüdischen Palästinas kommt der Schaffung eines solchen Heimes weitest entgegen. Die Bedeutung der Landwirtschaft, die Bevorzugung aller der Berufe, die damit im Zusammenhang stehen, die Leichtigkeit, den Kontakt mit der Scholle herzusteilen, all dieses sii:d Eigenschaften palästinensischen Lebens, die für das Gelingen des Erziehungswerkes am psychisch minderwertigen) Kinde von denkbar größter Bedeutung sind. m Unter dieser Rubrik veröffentlichen wir von nun an alle Aufsätze, die die Grundlage für eine Aussprache aktueller Kartellfragen bilden können. Camp, Von ~ Hans Rothschild und Moses Harz, Runder - V. J, St. Berlin. ..In der letzten Sitzung des Prägestellt hat." Soweit der Bericht siüiums wurde beschlossen, das des Präsidiums. Danach hat es Camp ausfallen zu lassen, weil sich den Anschein, als ob der Camptlie in f rage kommende Teilgedanke im Kartell keinen Widerten merzahi als zu gering heraushall mehr findet. Wir sind anderer

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