Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 24 (1927)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1927)
- Date
- 1927-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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der Muntafik-Araber, Sadun Pascha. Er schlug lbri Hasid mehrfach und konnte auch in Er-Rijad einziehen, um dort seinen Schützling Abel ul- Aziz ibn Saud einzusetzen. Jedoch wurde er bei Breigat von Ihn Rasid geschlagen und mußte mit großem Verlust zurück. Nur kümmerliche Reste seiner Streiter kamen in Kuweit an. Mubarak hatte Abel ul-Aziz, den Erben der Familie Ibn Saud, bei sich empfangen, und 19'H wurde dieser mit einer großen Menge von Waffen und Geldmitteln, über deren Herkunft aus englischer Quelle gar kein Zweifel herrschen kann, nach dem Negd zurückgesandt, um seine Herrschaft wieder aufzurichten. Er- Rijad konnte bald besetzt werden, und die Beduinen der Aneze, Bereise und Oasim schlössen sich ihm an, so daß Ibn Rasid bei Kesseiba eine schwere Niederlage erlitt. Darauf rückte Kaizi Pascha von Bagdad aus mit £000 Mann zur Hilfe, bekam aber Gegenbefehl von Konstantinopel, da man dort nicht mit England und den Wahhabiten zugleich Streit haben wollte. Abd ul-Aziz ibn Saud verstand es, auch den Fanatismus anzuregen, jedenfalls fielen ihm die meisten Stämme zu Auch die junge Türkei konnte dort nicht viel weiteres ausrichten. Nazim Pascha bekam zwar den Auftrag, vorzugehen; ais aber die Engländer zu verstehen gaben, daß man eine Einmischung in die Angelegenheit von Kuweit keinesfalls dulden * würde, ließ man den Dingen ihren Lauf. Im Jahre 1909 hat der Ru wala- St amm der Aneze-ßeduinen dem Emir von Hajil die Gase Gaut" (Djof) entrissen, die ihm seit iSr>;> Untertan war. Ende 1912 zogen die Streitkräfte des Ibn Saud bis in die Nähe von Hajii, zersprengten die Sammar- Stämme, so daß Ihn Saud wieder unumschränkter Herr von Innerarabien — von Englands Gnaden -— war. Die heutige politische Lage in Arabien, iKurze- Oriemieruny aus dem „Jüdischen Lexikon".) in politischer Beziehung gliedert sich Arabien heute in zwei > lucbtzonen. Die nördliche ist das Sultanat X edscli d, beherrscht von Ibn Saud, dem Sultan der Wahbabiten, der 192") die Hasehimiten-Dynastie (Hussein) aus dem Hedsehas verjagt und sich zum König von Hedsehas, damit zum Beschützer der Heiligen Stätten des Islams gemacht hat» Südlich am Roten Meer herrscht sein Riva.:e, der Iman Jach ja vorn Jemen. Zwischen den beiden Reichen liegt das Gebiet von Assir, das formell unabhängig ist. aber sich 192(5 dem Protektorat ibn Sauds unterstellt hat. Ibn Saud fyat mh England einen Vertrag geschlossen, durch den die Grenze gegen Transjordanien und Irak, die von Husseins Söhnen Abdallah und * F e i s u 1 beherrscht werden, reguliert wurde. Bei dieser Gelegenheit, wurden die früher zum Hedsehas .gehurigen Städte Mann (wichtige Eisenbahnstation) und Akaba (Hafen am Boten Meer) zu Transjordanien gesehlagen. Jemen ist in neuester Zeit Einflußsphäre des Expansionsbedürftigen faseistischoii Italien, das im gegenüberliegenden Abessinien Interessen hat. Südostarahier, enthält eine Keihe von England abhängiger Stämme-Staaten.