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Der jüdische Student · 1927-12-01 · Heft 3 (Dezember 1927) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
24 (1927)
Issue
Heft 3 (Dezember 1927)
Date
1927-12-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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Hast Du Dir überlegt, was geschieht, wenn Deine Familie durch Krankheit oder durch Unfall plötzlich des Ernährers beraubt wird? Wenn Du also Deinen Wunsch, ein Kapital anzusammeln, nicht mehr verwirklichen konntest. Wovon soll Deine Familie dann die Mittel für ihren Unterhalt nehmen? Sparkasse und Bank helfen nicht, wenn das Sparen vorzeitig abgebrochen werden muß. Nur durch eine Lebensversicherung kannst Du Deine Familie sicher und zuverlässig versorgen. Und wenn Du den Ablauf der Versicherung erlebst, wirst Du selbst die Früchte Deines Sparens genießen. 4. Wirtschaftliche Erwägungen begünstigen die Vereinigung des strittigen Gebietes mit dem Irak. 5. Der völkische Charakter der Stadt Mossui sei zweifellos arabisch. Die Wahrheit über die Verteilung der arabischen Bevölkerung über das Land liege in der Mitte zwischen den englischen und den türkischen Behauptungen. Die Engländer hätten die Kopfzahl der Türken und Turkmenen etwas zu niedrig angegeben, die Türken haben sie bedeutend überschätzt. Die Kurden seien ihrer Geschichte und ihrem Charakter nach eher mit den persischen als mit den türkischen Kurden verwandt. Sie seien das stärkste Element im Lande und kurdisierten sogar einzelne Gebiete. Die Araber hätten das Bestreben, ständig nach Norden vorzudringen. Die J e z i d e n seien ein Volk für sich, obgleich sie kurdischs prächen. (5. Nationales Selbstbewußtsein sei noch bei keinem dieser Völker stark entwickelt. Jedenfalls sei es stark inkorrekt, wenn von türkischer Seite behauptet würde, daß die Bevölkerung den Wunsch hätte, unter türkische Herrschaft zurückzukehren. 7. Die Kommission weist besonders auf das traurige Schicksal der Assyrer hin und rät, besondere Maßnahmen zu ihrem Schutze zu ergreifen. Auf Grund dieser Sachlage kam die Kommission zu folgenden drei Eventualvorschlägen für die Lösung des Problemes: 1. Im Interesse der beteiligten Bevölkerungen sei eine Teilung des Gebietes tunlichst zu vermeiden. Wichtige Gründe und die Mehrheit der Bevölkerung sprächen für die Vereinigung des Gebietes südlich der Brüsseler Linie mit dem Irak. Jedoch seien die folgenden Bedingungen zu stellen: a) Das Gebiet muß unter dem wirklichen Mandat des Völkerbundes für eine Zeit bleiben, die mit 25 Jahren angesetzt werden mag. b) Der Wunsch der Kurden, daß ihre Beamten aus Leuten ihrer Rasse gewählt werden, muß berücksichtigt werden. Ebenso müssen Rechtsprechung und Schule von Kurden geleitet werden und es muß die offizielle Sprache des Landes Kurdisch sein. Wenn diese Bedingungen nicht erfüllt werden, würden die Einwohner die türkische Souveränität der arabischen vorziehen. 2. In diesem Falle sei das Gebiet der Türkei zuzusprechen.;■>. Wenn hingegen der Völkerbundsrat beschließen sollte, das Land zu teilen, so würde die Kommission als beste Teilungslinie den kleinen Zab vorschlagen.

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