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Der jüdische Student · 1927-06-01 · Heft 2 (Juni 1927) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
24 (1927)
Issue
Heft 2 (Juni 1927)
Date
1927-06-01
Page
[Seite] (sequence 24)
Language
German
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24 Bericht über den VII. Kartelltag des K. J. V. lebendigere Anteilnahme des Einzelnen an politischen Fragen zur Folge haben wird. Art&ur Stein; Es sei ein Fehler gewesen, daß im Präsidium Bundesbrüder waren, die andere zionistische Pflichten außer der Arbeit im K, J, V. hatten. Man dürfe nur solche Menschen ins Präsidium wählen, die ihre ganzen Kräfte dem K. J. V. zur Verfügung stellen könnten. Paul Hirsch: Pflicht des Präsidiums sei es, alle Arbeit nach außen aufmerksam zu verfolgen und aktiv an aller zionistischen Arbeit teilzunehmen, weil das K. J. V. von der zionistischen Entwicklung abhängig bleibt. Man hätte jedem Präsidium Entfremdung von den Alten Herren vorwerfen können, aber nicht, weil sich das Präsidium der Altherrenschaft, sondern weil diese sich dem Zionismus entfremdet hätte. Zur Forderung der Politisierung sei das Präsidium ausschließlich aus erzieherischen Gründen gekommen. In der Werbearbeit sei alles versucht worden, doch sei man finanziell nicht in der Lage gewesen, das Geplante voll durchzuführen. Die Blauweißen in das K, J. V. hineinzuziehen, sei deshalb so schwer, weil die Blauweißen jahrelang in ihrem Bunde gelebt hätten, und nun davor zurückschreckten, in eine neue Gemeinschaft einzutreten. Sie wehren sich gegen neue organisatorische Bindungen. Schlußwort Foerder; Ein Präsidium kann nicht arbeiten, wenn der Kreis, dessen Repräsentant -es ist, keine Resonanz bietet. Er spricht zunächst zur Blauweißfrage: Man hatte auf beiden Seiten nicht die notwendige geistige Beweglichkeit, sich umzustellen, und brachte nicht die Kraft auf, diese wichtige Arbeit, Sammlung wesentlicher Gruppen der zionistischen Jugend, durchzuführen. Das Präsidium hatte nicht die Mittel, nicht den Apparat, um das Kartell zusammenzuberufen und über die Blauweißfrage zu beraten. Nach Bonn kam nur ein Teil der Bundesbrüder. Als die Blauweißfrage akut wurde, kam alles darauf an, daß man in einem bestimmten Augenblick handelte. Es gab für uns nur einen Gesichtspunkt: die noch vorhandenen Kräfte des Blauweiß zu sammeln. Nicht die Form war entscheidend, sondern daß man überhaupt Zugriff. Ergänzung eines Kreises durch Menschen einer anderen Nuance sei immer gut. Man müsse auch weiterhin versuchen, die noch vorhandenen Blauweißen für unsere Arbeit zu gewinnen. In meiner Ansicht über die Politisierungsfrage hat mich die Diskussion nur wieder bestärkt. Es kommt nicht darauf an, zu sagen: Werbung und Erziehung, Parolen, die heute nicht mehr ausreichend sind, sondern es hat sich empirisch erwiesen, daß die politische Erziehung durch Darstellung nicht ausreicht. Das Kartell soll an den politischen Fragen des Zionismus leidenschaftlich Anteil nehmen. Ich habe aus keiner Rede herausgehört, was geschehen soll. Niemand ist auf den Gesamtkomplex der zionistischen Arbeit in Deutschland eingegangen. Ausgangspunkt und Voraussetzung des

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