Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 24 (1927)
- Issue
- Heft 2 (Juni 1927)
- Date
- 1927-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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16 Bericht über den VII. Kartelltag des K. J. V. insbesondere die heute brachliegenden Kräfte der Altherrenschaft, um den Zusammenhang zwischen den Jüngeren und Älteren wieder herzustellen, und sehen hier für viele, die für ihre zionistische Aktivität in der Bewegung keinen Platz finden, eine Fülle von Aufgaben und Möglichkeiten. Wir gehen ohne wirklichkeitsfremde Illusionen an die Arbeit, der wir uns zur Verfügung gestellt haben, weil wir daran glauben, daß das K. J. V. wichtige Funktionen im Dienste der Verwirklichung erfüllen kann und muß. . Bericht über den VII. Kartelltag des K.J.V. Der VII. Kartelltag des K. J. V. begann mit einer offiziellen Kundgebung, die am Abend des 26. Februar 1927 im Logenhaus stattfand. Auf dieser Kundgebung sprachen Kurt Blumenfeld und Erich Hurwitz über die Ziele und Aufgaben des Kartells. Es waren bereits zahlreiche Delegierte aus dem Reich und eine große Zahl Außenstehender zu dieser Kundgebung erschienen. Beide Redner legten dar, daß das K. J. V. zwei große Aufgabengebiete hat, denen es einmal durch eine systematische Erziehungsarbeit, zum anderen durch die starke menschliche Verbundenheit seiner Mitglieder gerecht zu werden sucht. Schon vor dem Kriege sei das K. J. V. an der Auseinandersetzung des Zionismus mit der nichtzionistischen JLlmwelt und an der Durchsetzung des zionistischen Gedankens im deutschen Judentum entscheidend beteiligt gewesen. Auch heute gehöre es zu seinen wichtigsten Funktionen, neue Menschen für den Zionismus zu gewinnen. Das zweite Tätigkeitsgebiet liege in der Beteiligung des K. J. V. an der zionistischen Arbeit überhaupt, zumal in der Bereitstellung ständig nachdrängender Kräfte für die Mitarbeit am Aufbau selbst. Nach der Kundgebung fand die Vorführung des neuen Palästinafilms „Unsere Jugend in Palästina'* statt. Der Kartelltag selbst wurde am Sonntag, dem 27. Februar, vormittags um 10 Uhr, im Großen Saal des Logenhauses eröffnet. Der Präside des Kartells, Herbert Foerder, begrüßte die außerordentlich zahlreich erschienenen Bundesbrüder und gedachte in seiner Ansprache auch der Freunde, die der Tod dem Kartell während der letzten zwei Jahre entrissen hat. Der Kartelltag erhob sich zu Ehren der Verstorbenen. Das alsdann gewählte Büro des Kartelltages bestand aus den Bbr.'Bbr. Herbert Foerder als Präsiden, Sally Hirsch und Franz Ludwig Mayer als Vizepräsident, Hans Lewin und Klimowsky als Schriftführern.