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Der jüdische Student · 1927-02-01 · Heft 1 (Februar 1927) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
24 (1927)
Issue
Heft 1 (Februar 1927)
Date
1927-02-01
Page
[Seite] (sequence 53)
Language
German
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Wahrheit aus Erez Israel 52 stärken — die Politik der unbegrenzten Unmöglichkeiten zu bedeuten. Als Hecht im Karpfenteiche des zionistischen Beamtenstaates mag er eine Aufgabe haben, wo er aber beginnt, die Gemüter durch das Stimulanz der durch nichts bewiesenen Phrase zu verwirren, da sei ihm mit der letzten Schärfe entgegengetreten. Gerade das Kartell, dem die Erziehung junger Zionisten anver traut ist, hat die besondere Pflicht, diese Jugend immer wieder zur Wirklichkeit zu erziehen, und diesem Ziele soll auch die vorliegende Erwiderung dienen. Wenn Brutzkus schreibt, daß sich eine Anzahl russischer Zionisten der Opposition anschlössen, weil sie „sich die Aufgaben und Pflichten der Mandatsregierung weitgehender vorstellten, als der englische General Allenby und Herbert Samuel dieselben auffaßten", so ist das eine recht fadenscheinige Begründung. Gegen wen machten die Herren eigentlich Opposition? Gegen Allenby? Dann standen sie in einer Reihe mit Weizmann und der Exekutive, die den Kampf gegen die Militärverwaltung mit Energie und nicht ohne Erfolg geführt haben. Ist doch Allenby selbst aus einem Gegner des Zionismus zu einem wohlwollenden Beurteiler geworden und zwar, wie er in seiner Rede bei der Universitätseröfl'nung erklärte, nur durch die Politik Weizmanns. Und Samuel? Es ist wohl ein offenes Geheimnis, das man Herrn Dr. Brutzkus nicht erst zu verraten braucht, daß sich die größten Gegner des jüdischen Oberkommissars gerade in den Reihen derjenigen Männer befanden, die der zionistischen „Regierung4* sehr, sehr nahe standen, um nicht noch deutlicher zu werden. Man darf also nicht davon reden, daß die Exekutive in Palästina die Samuelsche Politik „bindlings" unterstützte. Das Gegenteil ist richtig. Es gab Zeiten, wo sehr „offizielle"" Zionisten sich lieber einen christlichen Oberkommissar wünschten als solch einen jüdischen. (Heute ist das allerdings anders geworden und Juden und Araber träumen mit wehmütiger Erkenntnis von den schönen Zeiten des „guten Königs Dagobert".) Warum also Opposition gegen die zionistischen Führer? Weil die Politik in England, Genf und Palästina nicht „aktiv" genug war? Dann muß man sich fragen: was heißt „aktive" Politik? Die revisionistische Antwort lautet: nicht „Feindseligkeiten gegenüber der englischen Regierung" — armes Empire — sondern „systematische Agitation in der Presse, in Versammlungen, Klubs und Regierungskreisen.'- Ich weiß nicht, welchen Einfluß die Zionistische Exekutive z. B. auf die palästinensische Presse besitzt, man darf annehmen einen ziemlich starken. Was aber dort von rechts bis links jeden Tag an „systematischer Agitation" gegenüber der Mandatsregierung geleistet wird, dürfte auch das Herz des ärgsten revisionistischen Schreihalses mit Befriedigung erfüllen. Und in der Galuthpresse ist es, mit ganz wenigen Ausnahmen, genau so. Was will also der Revisionismus? Man schreit doch, man macht Protestversammlungen, man stellt — ganz im revisionistischen Sinne —

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