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Der jüdische Student · 1927-02-01 · Heft 1 (Februar 1927) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
24 (1927)
Issue
Heft 1 (Februar 1927)
Date
1927-02-01
Page
[Seite] (sequence 33)
Language
German
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Die zukünftige Gestaltung des K.).V. 33 sammenhang scheint mir die Beantwortung der Frage dringlicher zu sein: gibt es Möglichkeiten: zu verhindern, daß die Generation, die wir heute erziehen, der Idee und der Arbeit nicht in dem Außmaße verloren gehen, wie es heute der Fall ist. Dabei scheint mir ein wesentlicher Faktor zu bedenken zu sein: vor dem Kriege ahnte man teils, teils erkannte man bewußt die Gefahren, die einer zionistischen Bewährung in der Gallith drohen, und man bemühte sich und hatte den Willen wach ge halten, den hemmenden und nivellierenden Tendenzen der Umwelt nicht zu erliegen. Die große Caesur des Krieges unterbrach jäh und bis heute diese Entwicklung. Die chaotischen Zeiten nach dem Kriege atomisierten die Altherrenschaft, jeder kämpfte für sich den Kampf um die Existenz, die neuen Bedingungen, unter denen das Leben des jungen Kartells sich vollziehen mußte, führten zu der unheilvollen Entfremdung zwischen Altherrenschaft und Aktivitas. Außerdem nahmen Verpflichtungen gegenüber der Familie und der Gesellschaft die Zeit völlig in Anspruch. Beziehungen zu dem zionistischen Leben und zur zionistischen Arbeit gab es nicht, und so entglitt man langsam, aber unaufhaltsam, zuerst dem Leben der Gemeinschaft, dann aber auch in den meisten Fällen der Idee, die irgendwo an der Peripherie des Lebenskreises ein bescheidenes Plätzchen innehatte, wo sie von Gnaden der „Hono rigkeit" und gewisser sentimentaler Jugenderinnerungen ein kümmerliches Dasein führte. Das alles braucht nicht so zu kommen. Gelingt es uns, unsere Bundesbrüder wirklich zu erziehen, sie auf Grund der Beherrschung des Materials zu einer sachlich fundierten zionistischen x^nschauung zu bringen, in ihnen neben diesen rationalen Voraussetzungen das Bewußtsein zu erwecken, dereinst einer großen Idee zu dienen, die Leben, Sinn und Inhalt gibt, für die es lohnt, sein Leben einzusetzen, können wir die Kräfte der Gemeinschaft in unserem Bunde wieder so stärken, daß sie Bindungen schaffen, die machtvoller sind als die Bedingungen von draußen, können wir es erreichen, daß diese Bande sich nicht lockern, wenn Familie, Beruf und Gesellschaft in den Lebensbereich des Einzelnen treten, dann werden wir unsere Alten Herren nicht mehr verlieren. Zwei Faktoren scheinen mir ausschlaggebend zu sein. Einmal die gemeinschaftsbildenden Kräfte des Bundes, die zu erhalten ein im wesentlichen organisatorisches Problem ist, wobei die Beziehungen zwischen Aktivitas und Aitherrenschaft von größter Bedeutung sind, die ja naturgemäß allmählich wieder besser werden müssen, als sie in den letzten Jahren waren. Wichtiger ist mir aber, daß wir einmal eine Zeitlang unsere Bemühungen darauf konzentrieren, für den Zionisten in der Ga hith eine Plattform zu finden, die ihm das Bewußtsein seines Wertes, seiner Notwendigkeit, seiner Aufgaben gibt. Wir müssen

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