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Der jüdische Student · 1927-02-01 · Heft 1 (Februar 1927) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
24 (1927)
Issue
Heft 1 (Februar 1927)
Date
1927-02-01
Page
[Seite] (sequence 22)
Language
German
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22 Res6ortberichte anstaltungen mehr als anderer nicht allein vom Leiter, sondern vor allem von den Teilnehmern abhängt, und ich der üeberzeugung bin, daß ein Bundesbruder, der die Notwendigkeit der sportlichen Tätigkeit anerkennt, aber nicht geneigt ist, für sich selbst daraus praktische Folgerungen zu ziehen — dies ist bei der überwiegenden Mehrheit der Fall — durch tausenderlei Argumente nicht zu einer Aenderung seiner persönlichen Stellung gebracht werden kann. Es wäre noch zu erwähnen, daß angesichts der oben skizzierten Einstellung der Bundesbrüder, die Möglichkeit, durch turnerische und sportliche Veranstaltungen zu keilen und vor allem erzieherisch auf die jüngeren Bundesbrüder einzuwirken, so gut wie gar nicht ausgenutzt wird; eine Aenderung dieser Tatsache ließe sich meiner Ansicht nach nicht ex präsidio bewirken, sondern nur dadurch, daß das Kartell jüngere Bundesbrüder in größerer Zahl bekommt, deren Einstellung zu sportlichen Dingen nicht durch logische Erwägungen von ihrer Nützlichkeit, sondern durch die Freude am Mitmachen bestimmt wird. Nur diese werden es erreichen, daß eine Mehrzahl von Verbindungen turnerische und sportliche Veranstaltungen hat, die diesen Namen verdienen. Fritz Engel. Bericht des Öberweisungs-Ressorts. Aufgabe des Ueberweisungs-Ressorts ist es, darauf bedacht zu sein, daß die Bundesbrüder in jedem Semester auf die einzelnen Orte so verteilt sind, daß in ihnen eine arbeitsfähige Verbindung besteht. Es müßte erreicht werden, daß möglichst schon im Laufe des Semesters, spätestens aber während der darauffolgenden Ferien, ein genauer Ueberblick zeigt, wo die Einzelnen studieren werden. Darüber hinaus wäre es notwendig, daß sich eine möglichst große Anzahl von Bundesbrüdern, die ihren Studienort wechseln, sich mit dem Präsidium berät, welche Universität sie am zweckmäßigsten wählen. Leider haben wir bisher in der Praxis hiermit nur wenig Erfolg gehabt. Es kommt immer wieder vor, daß Bundesbrüder durchaus darauf bestehen, daß sie beispielsweise nach Freiburg anstatt nach Heidelberg oder nach München gehen. Und wenn es sich gar einmal darum handelt, einen weniger beliebten Ort zu besetzen, so pflegt man dabei auf noch wesentlich größere Schwierigkeiten zu stoßen. Es soll hier nicht verkannt werden, daß es für den Einzelnen, wenn er beispielsweise nur für ein einziges Semester fortgeht, nicht leicht ist. sich hier nur nach den Wünschen des Präsidiums zu richten. Andererseits darf aber nicht vergessen werden, daß von uns hier keine rigorosen Forderungen gestellt wurden, sondern daß wir immer versuchten, die Interessen des Einzelnen mit den Interessen des K.J.V. zu verknüpfen und ein für beide Teile günstiges Kompromiß zu schließen. Daß auch dies bisher nur in den seltensten Fällen geglückt ist, ist ein Mangel, der beseitigt werden müßte. Das Ressort hat bisher fast nur Hilferufe von Verbindungen erhalten. Die Anfragen einzelner Bundesbrüder, an welchen Universitätsorten sie dem K.J.V. am meisten nützen könnten, sind verschwindend gering. Wir können nur hoffen, daß hier in Zukunft eine wesentliche Aenderung eintreten wird. I. V. von Bundesbruder Loeb: Siegfried Holzer.

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