Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 24 (1927)
- Issue
- Heft 1 (Februar 1927)
- Date
- 1927-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Ressortberichte 17 Werbestatistik des Sommer=Semesters 1926. Verbindung Berlin: Maccabaea: Sport-V.J.St. Ruder-V.J.Sl. Bon n : Br e s 1 a u : Göthen: D a n z i g : Frankfuri: F r e i b u r g : Jena: Köln: Königsberg M ü n c h e n : c s £ % e 3 X «1o z: c c o N CO c 'S > * S 2 *o £ ö 41 e« II N -Ö 3 -6.1 0) C » 1) > t) c p? 2 £ " C C 43 <Q <U -j je D5 _ O U..O 5 2 1 2 3 1 t 3 o o 2 -- 3 - G 6 1 - 6 7 7 6 7 . 3 2 1 1 3 4 4 4 4 3 1 2 o I 3 *> o 1 3 3 3 1 — 3 — 2 ._ 2 2 3 1 1 1 2 10 8 8 2 8 2 3 - frQher C.V. 52 40 26 9 44 5 3 Bericht des Unterrichts=Ressorts. Die Gestaltung unseres Unterrichtes in der Berichtsperiode hat leider nicht die Fortschritte gemacht, die wir in Dresden erholft hatten. Nur zu einem geringen Teil spielten die persönlichen Schwierigkeiten, mit denen gerade dieses Präsidium vielfach zu kämpfen hatte, hierbei eine Rolle. Es waren vielmehr objektive Gründe, die teils in der für uns wenig günstigen allgemeinen Entwicklung und den Zuständen der Studentenschaft, teils in der schwierigen Lage der zionistischen Bewegung zu suchen sind. Als vor zwei Jahren der Kartelltag in Dresden stattfand, glaubten wir, daß nach den aufgeregten Jahren der Nachkriegs- und Inflationszeit normalere wirtschaftliche Zustände und geregeltere Verhältnisse uns bessere Möglichkeiten in der Akademikerschaft bieten würden. Wir holTten auf den Typ des Akademikers, wie er früher in der Vorkriegszeit war, des Menschen, der seine Erkenntnisse dauernd zu erweitern und zu vertiefen bemüht ist, der nicht nur ein „Fach'; studiert, sondern f ür die universitas literarum Interesse hat, der um eine Weltanschauung, der mit den Problemen seiner Lebensgestaltung ringt. Ein sehr begünstigendes Moment, vielleicht sogar die wichtigste Vorbedingung, war dabei zweifellos die Tatsache, daß der Akademiker, unbeschwert von materiellen Sorgen, hinreichend Zeit und Ruhe hatte, sich mit geistigen Fragen zu beschäftigen. Gerade diese heitere Sorglosigkeit war der günstigste Nährboden, Menschen für Ideen zu gewinnen und zu begeistern. Und so war dieser Typ besonders prädisponiert, Träger einer idealistischen Bewegung zu werden, die, wie die unsere, in erster Linie von der Stärke idealistischen Wollens abhängt. Unsere Hoffnung, daß wenigstens zum Teil in der Studentenschaft ähnliche Verhältnisse wieder