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Der jüdische Student · 1927-02-01 · Heft 1 (Februar 1927) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
24 (1927)
Issue
Heft 1 (Februar 1927)
Date
1927-02-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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Zur Kartellarbeit 13 naea usw.), aber der große Teil der Berliner Altherrenschaft ist zurzeit nicht organisatorisch erfaßt. Von den Veranstaltungen der Berliner Altherrenschaft ist ein Empfang für Sokolow besonders hervorzuheben, der von dem überwiegenden Teil der Berliner Alten Herren besucht war und auf dem Herr Präsident Sokolow und Bbr. Felix Rosenblüth in sehr eingehenden Referaten zur zionistischen Situation Stellung nahmen. Nach unserer Meinung muß der Versuch gemacht werden, über die heute bestehenden Anfänge hinaus wieder größere Kreise der Altherrenschaft in kleineren Zirkeln zu sammeln und, stärker als es bisher möglich war, für das Kartell und die zionistische Arbeit zu interessieren. Das K.J.V. hat zu einem erheblichen Teil dazu beigetragen, unsere Position im deutschen Judentum im Laufe einer allmählichen Entwicklung zu begründen und zu verstärken. Bei einer vollen Ausnutzung unserer Kräfte dürfte es möglich sein, noch erheblich an Boden zu gewinnen. Gerade die älteren Bundesbrüder sind ja, nachdem sie durch die Schulung des K.J.V. gegangen sind, die berufenen Vertreter unserer Ge dankenwelt im jüdisch-politischen Leben. Besonders unterstrichen werden muß in diesem Bericht auch noch die in dem Finanzbericht näher dargelegte Frage der F i - na n zierung des Kartells. Die vielfachen Vorschläge, die zum Teil in den Anträgen zum Kartell zum Ausdruck kommen, sind auch von uns bereits wiederholt erörtert worden und konnten nicht zur Durchführung gelangen, da uns die finanziellen Mittel nicht zur Verfügung standen. Die wirtschaftliche Situation hat es mit sich gebracht, daß auch die für uns im Etat vorgesehenen Mittel in sehr erheblicher Weise zurückgegangen sind. Eine erfolgreiche Arbeit ist nur durchzuführen, wenn es auf dem Kartell tag gelingt, hier eine befriedigende Lösung zu finden. Es braucht nur auf ein nicht unwichtiges Teilgebiet hingewiesen zu werden. Wir werden dem Kartelltag Vorschläge unterbreiten über die Neugestaltung unserer Zeitschrift, von der wir der Ansicht sind, daß sie den Anforderungen, die wir an ein repräsentatives Blatt stellen müssen, nicht mehr genügt. Die Verwirklichung all dieser Pläne setzt aber voraus, daß ihre Finanzierung gewährleistet ist. Es handelt sich — was niemand verkennt — um eine technische Frage, die aber in ihrer Auswirkung von großer Bedeutsamkeit für die geistige Weiterentwicklung des Kartells ist. Es darf ohne Übertreibung gesagt werden, daß die Präsidiumsarbeit unter unseren mißlichen Finanzverhältnissen in sehr erheblichem Maße gelitten hat. Wir verkennen nicht die Notwendigkeit eines dauernden Konnexes insbesondere mit den Provinzverbindungen, die in ihrer oft isolierten Lage auf Anregungen angewiesen sind. Wir waren, abgesehen von sachlich-persönlichen Schwierigkeiten, nicht in der Lage, all das, was wir uns vorgenommen hatten, zu erfüllen, da wir uns mit Rücksicht auf die uns zur Verfügung

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