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Der jüdische Student · 1926-11-01 · Heft 4 (November 1926) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
23 (1926)
Issue
Heft 4 (November 1926)
Date
1926-11-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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96 Das zionistische Bildungsproblem Stehen ein Präside und ein stellvertretender Präside. Der Bundes rat ist zur Beratung und Kontrolle der Präsidiumsarbeit in der Zeit zwischen den Kartellen berufen. Er setzt sich zusammen aus vom Kartelltag gewählten Mitgliedern und den Leitern von Bundesteilen bestimmten Umfangs. Das Altherrenpräsidium und die beiden Leiter der Praktikantenschaft haben im Bundesrat Sitz und Stimme. § 3. Die Mitglieder des neuen Bundes sind durch das bundesbrüderliche Du verbunden. § 4. Auf dem Kartelltag gibt sich der neue Bund seinen endgültigen Namen. Bis zum ersten Kartelltag arbeitet der neue Bund unter dem Namen K.J.V. Die Praktikantenschaft und der Palästinabund führen den Namen Blau-Weiß. § 5. Die Praktikantenschaft bildet eine besondere Körper schaft mit Autonomie in den Fragen ihrer speziellen Berufsvorbereitung. Sie untersteht den Entscheidungen des Präsidiums. Die Praktikantinnen gehören dem Praktikantenbunde, nicht aber dem Gesamtbunde an. § 6. Das Abkommen bedarf zu seiner Gültigkeit der An nähme durch den Kartelltag des K.J.V. und die Bundes Vertretung des Blau-Weiß, die bis zum Ende dieses Jahres zu erwirken ist Die Zusammenarbeit soll im vollen Umfange, unbeschadet dieser Bestätigung durch die zuständigen Organe, bereits in den nach sten Wochen beginnen. Berlin, den 26. Juli 1926. Das Präsidium des K.J.V. gez. F o e r d e r. Der Geschäftsführende Ausschuß des Blau-Weiß. gez. Benno Cohn. Das zionistische Bildungsproblem. Von Julius Lewinsohn, Königsberg. Der Beobachter der zionistischen Gegenwart wird, wenn er neben der materiellen Fundierung des Aufbauwerks auch ein geistiges Problem kennt, zwei grundlegenden Fragen gegenüberstehen: der Frage des Willens und der des Seins, d. h. der Frage der Erziehung und der der Bildung. Man könnte zunächst meinen, in unserer Lage, in der Gallith, könne es so etwas wie Bildung überhaupt nicht geben. Denn es ist einleuchtend, daß dieser Prozeß, den wir Bildung nennen, nicht aufzufassen ist als ein in einem luftleeren Räume schwebender Ideenzug metaphysischer Abstammung, oder spekulativer

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