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Der jüdische Student · 1926-11-01 · Heft 4 (November 1926) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
23 (1926)
Issue
Heft 4 (November 1926)
Date
1926-11-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Die Zusammenarbeit mit dem Blau=Weiß Aribeit ih Deutschland. Das Kartell muß, entsprechend seiner Gnjndauffassung von seiner Funktion in der zionistischen Arl>eit> die hier sich ihm bietende Möglichkeit auszuschöpfen versuchen. Über die organisatorischen Voraussetzungen des Zusammen Schlusses mit dem Blau-Weiß wird durch die einzelnen Bestimmungen des Vorabkommens unterrichtet werden. Es kann daraus entnommen werden, daß der organisatorische Aufbau im wesentlichen ungeändert bleibt. Das Präsidium ist weiter, als die zentrale Leitung gedacht, die dem Kartelltag als oberstem Bundesorgan untersteht. Als Zwischenglied wollen wir, entsprechend den Erfahrungen der letzten Jahre einen Bundes- oder Verbindungsrat eingeschaltet wissen, der einem größeren Kreis von Bundesbrudern die Möglichkeit bietet, auch in der Zeit zwischen zwei Kartelltagen zu der Arbeit des Präsidiums in persönlicher Aus spräche Stellung zu nehmen. Es haben in der letzten Zeit ausführlichere Besprechungen mit dem Blau-Weiß stattgefunden, und wir haben uns in Verfolg dieser entschlossen, die Zusammenarbeit sofort aufzunehmen. In der nächsten Zeit muß dieser Beschluß durchgeführt und mit den einzelnen Blau-Weißgruppen, die seitens der Leitung des Blau- Weiß entsprechend verständigt sind, zwecks Aufnahme der ge meinsamen Arbeit in Verbindung getreten werden. Wir werden uns dann bis zum Kartelltag ein objektives Urteil darüber bilden können, ob diese Zusammenarbeit im Interesse des Kartells gelegen ist oder nicht. Der Kartelltag wird die Möglichkeit haben* entweder, was wir hoffen, seine Genehmigung zu diesem Zusam raenschluß auszusprechen; es wird ihm selbstverständlich aber auch bei einem Mißlingen des Experiments die Freiheit zustehen, sein Veto gegen den vom Präsidium inaugurierten Zusammen schluß zu erheben. Es ist dem Präsidium in letzer Zeit wiederholt der Vorwurf gemacht worden, daß wir mit einer Art ,,Kabinettspolitik", ohne auf die Stimme des Kartells zu hören, versucht haben, die Entwicklung vorwärts zu treiben. Das Präsidium hat den Wunsch, diesen, wie auch wir glauben, nicht ganz unwichtigen Schritt der Kartellentwicklung in engster Zusammenarbeit mit allen lebendigen Kräften des Kartells durchzuführen. Es lag lediglich an bestimmten technischen Schwierigkeiten, daß die Orientierung in den letzten Wochen, wie auch wir nicht verkennen, nicht in dem notwendigen Ausmaß durchgeführt werden konnte. Wir eröffnen mit diesen Zeilen die Diskussion, die durch die täglichen Ergebnisse der praktischen Arbeit besonders bereichert werden wird. Wir haben nur einen Wunsch, dem wir unbedingt nachzukommen bitten: Eine Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Menschen kann nur dann gelingen, wenn von beiden Seiten eine innere Bereitschaft besteht, ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Wir glauben, daß die objektiven Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit heute auf beiden Seiten gegeben sind, und wir bitten Euch, unter

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