Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 23 (1926)
- Issue
- Heft 3 (Juni 1926)
- Date
- 1926-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Chewrath=>Nir*=Debatte 59 Wort der Stählten ist ein Ausfluß des \Villrii> irgend jemandes, (in* ..Herrschaft" übt r für Landwirtschaft anzutn den. alle Bestimmungen wurdfii bereits in der Inn«! wirtschai ll\< hen Konteren/ vr>r drei Jahren erwogen, und /.war einzig und allein, um die Landwirts*-hatt zu stärken. Auch der Befürchtung gewisser Ghawerim. daß ein Genosse, der ge /wunden wird, Hie Histadruth zu verlassen, von seinem Boden vertrieben werden wird, da ja ,,Nir" mit der Organisation der Landarbeiter identisch sein soll, wurde Hechnung getragen. I)ie Hechte solcher Ghawerim sind zu garantieren, ja man hat hierfür einen besonderen terminologischen Heg rill" geprägt, den der Ghawerim .Nilwim'* »passive Mitglieder/. Fin solcher Genosse bleibt im Besitz aller meiner Wirtschaft liehen Hechte, aber 1. Fr haftet nieht für die Schulden der Gesells* halt. 2. Kr hat in der Generalversammlung nur beratende Stimme Man sieht also, daß von einer Vertreibung vom Boden keine Hede ist. Wir alle wollen nicht ein System des unbeschränkten Privateigen lums autrichten, wir wollen nicht einen Bauer etablieren, der die Sub stanz beherrscht. 1,'nser aller Ziel ist. ein arbeitendes Volk zu etablieren und juristische Formen auszubilden, die dem Finzelnen die Möglichkeil gehen, die Früchte seiner Arbeit zu genießen, die andererseits aber seine Fnterordnung unter die Gesamtinteressen garantieren und der Gesamt heit die Möglichkeit geben, sich und seine Hechte im .Notfalle zu verteidigen. Und diese Gesamtheit wird repräsentiert, nicht bloß durch die landwirtschaftlichen Arbeiter als .solche, sondern durch die Gesamtheit aller Arbeiter, durch die Gesamtheit der arbeitenden Klasse, die das arbeitende Volk in Palästina werden soll. Wir alle bezeugen die Guter ordnung des Einzelnen unter die Gesamtinteressen nicht bloß in der Kwiizah, sondern auch im Moschaw. und wir wissen. daß sie von Tag zu Tag stärker wird. Fbenso untersteht der Moschaw oder die Kwuzah der Gesamtheit der landwirtschaftlichen Arbeiter, die landwirtschaftliche Arbeiterschaft wiederum der Gesamtheit aller Arbeiter, und dieses Abhängigkeitsverhältnis wird durch die Grunderaktien garantiert. Vergessen wir auch nicht, dal» niemand von uns sieh rühmen darf, daß an seiner Wirtschaf tsschöpiung andere keinen Anteil haben. Auch der Fleißigste unter uns hat nicht allein geschaffen, was er geleistet hat. In jedem landwirtschaftlichen Betrieb ist die Mühe von Tausenden, die Mühe der ganzen Histradruth investiert. Fnd auch die Organisation der Landarbeiter würde nicht alle Hemmungen überwinden, wenn nicht hinter ihr die ganze große Arbeiterbewegung stünde. Fs gibt keine größere Gefahr für uns als die Scheidewand zwischen Landwirtschait und Nichtlandwirtschat't. Nicht nur. daß das Budget nur mit Hilfe der ganzen Arbeiterbewegung, von der der Druck und die motorische Kratt ausgeht, erlangt wird, sondern es besteht auch sonst ein unzerreißbares Band zwischen den verschiedenen Teilen der Arbeiterbewegung, wie man an dem Verhältnis der Kibuzim zu den städtischen Plugoth sehen kann. Fs ist kein Zufall, daß alle diese Institutionen, die wir geschaffen Itaben: Kupath Cholim, Waadath Hatarbuth, Hamaschbir, Arbeiterbank, keine Teilinstitutionen sind. Keine von diesen Institutionen hätte sich .so entwickeln und einen solchen Wert für die Bewegung erlangen Können, wenn sie nicht die ganze Arbeiterschaft umfaßte, und wenn sie nicht als Zentralinstitut der gesainten Bewegung aufgebaut wäre.