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Der jüdische Student · 1926-06-01 · Heft 3 (Juni 1926) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
23 (1926)
Issue
Heft 3 (Juni 1926)
Date
1926-06-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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68 Die Chewrath=>Nir*=Debatte Im Gegenteil, ..Nir" ist geeignet, uns vor Gewalt zu schützen. Es haben sich innerhalb der Arbeiterschaft bereits Fälle ereignet, wo starke Interessengegensätze und Nachbarstreitigkeiten beinahe auf gewaltsame Weise ausgetragen worden wären. Glücklicherweise gelang es uns — und zwar nicht nur dank des moralischen, sondern auch dank des wirtschaftlichen Einflüsse* der Histadruth — der Sache ein Ende zu machen. ..Nir" verfügt über Machtmittel und wird uns von vornherein vor solchen Fällen bewahren. Die von der Regierung bestätigten Statuten verleihen unserem internen Mitgliedergericht gesetzliche Rechte. Für mich ist ..Nir" ein kolonisatorischer Charter von großer Bedeutung, ein Fundament für die Befestigung der Organisationsautonomie im .Jischuw durch interne Mitgliedergerichte Manche Aulgaben, mit denen .sich ..Nir" nach ihrer Zweckbestimmung beschäftigen soll, erscheinen vielen als bloße Vertröstungen, die über die schlechte Gegenwart hinwegtäuschen sollen, aber in Wahrheit werden wir uns mit ihnen bereits in naher Zukunft beschäftigen. Diese Paragraphen des Statuts, die sich auf diese Aufgaben erstrecken, ermöglichen die Erlangung von Rechten seitens der Regierung in Bodenangelegenheiten, das Recht auf Begründung einer Hypothekenbank usw. Auel) die Regierung hat in diesem Punkte Schwierigkeiten gemacht, aber die Bestätigung der Regierung gibt uns jetzt die Möglichkeit, wichtige kolonisatorische Maßnahmen direkt durch „Nir" zu trellen. „Nir" ist auch berechtigt, die Alijah aus ihren Gewinnen zu unterstützen. Man soll alle diese Dinge nicht unterschätzen. Denn wenn wir auch vorläufig nur weniges von den Zielen der Gesellschaft verwirklichen können, v» hoffen wir doch alle auf eine Zukunft voll weiterer Perspektiven. Man soll alle diese Dinge nicht unterschätzen. Denn wenn wir auch vorläufig nur weniges von den Zielen der Gesellschaft verwirklichen können, so hoffen wir doch alle auf eine Zukunft voll weiterer Per spektiven. Man hat gegen „Nir"* auch vorgebracht, da LS sie berechtigt sei. Eigentum an Grund und Boden zu erwerben; man sieht darin die Gefahr einer Konkurrenz mit dem Keren Kajemeth. Ich will die Chawerim beruhigen. ..Nir'1 hofft, ihre Mitglieder auf dem Boden des Keren Kajemeth anzusiedeln, und wir können nur wünschen, daß der Keren Kajemeth für alle unsere Ansiedlungskandidalen genügend Boden zur Verfügung hat. Wir wollen dem Keren Kajemeth keine Rechte nehmen, sondern ..Nir'" nur Rechte geben, die der Keren Kajemeth nicht ausüben kann. Der Keren Kajemeth ist. ob wir wollen oder nicht, zur Zeit nicht der einzige Bodenkäufer in Palästina. Wenn in der Nähe einer unserer Wirtschaften Regierungsboden liegt, so wollen wir der Wirtschaft ermöglichen, den Boden zu pachten. Abgesehen hiervon gibt es Fälle, wo wir einen bestimmten Boden aus kolonisatorischen Gründen unbedingt brauchen, während der Keren Kajemeth ihn aus bestimmten Gründen nicht kaufen will. Es ist auch schon vorgekommen, daß wir von dem Keren Hajessod verlangen mußten, er solle mit dem Keren Kajemeth „konkurrieren" und den Boden kaufen, einen Boden, den wir aus lebenswichtigen Gründen brauchten, und den der Keren Kajemeth aus „Prinzip*4 nicht kaufen wollte. (Anmerkung: Gemeint ist Boden, der sich in jüdischem Besitz befindet.» Die Aufgabe von „Nir" ist nicht Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Betriebe, sondern Stärkung ihrer wirtschaftlichen Kraft und Verwirklichung des Prinzips der gegenseitigen Hilfe. Kein

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