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Der jüdische Student · 1925-10-01 · Heft 7 (Oktober 1925) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
22 (1925)
Issue
Heft 7 (Oktober 1925)
Date
1925-10-01
Page
[Seite] (sequence 20)
Language
German
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Semesterberichte 221 brüdern der Besuch der zionistischen Ortsgruppe obligatorisch gemacht, mit der wir in engstem Kontakt arbeiteten und in der wir den größten Teil der Arbeit leisteten. So führte Bbr. Stern den Vorsitz und Bbr. Lirschitz leitete die N.J.-Arbeit. Auch wurden von unseren Bundesbrüdern mehrere Referate in der Ortsgruppe gehalten, so von Jossimow: Die Kwuzah; Stern: Assimilation in Deutschland; Myschalow: Assimilation im Ostjudentum; Srago: Die gegenwärtige Lage und die Aufgaben des Kongresses. Am 12. Juli wurde unter Jossimows technischer Leitung eine Herzl-Gedächtnisfeier arrangiert, zu der auch die Thüringer Zionistische Gesellschaft, die zionistischen Jugendbünde Thüringens und die in Thüringen arbeitenden Ghaluzim eingeladen waren, mit denen in engstem Kontakt zu stehen, wir stets als unsere Pflicht betrachtet haben. Ausflüge wurden sowohl von der Verbindung selbständig, als auch zusammen mit der zionistischen Ortsgruppe unternommen, wobei das größte Gewicht auf die Pflege des hebräischen Liedes gelegt wurde. Die wichtigste Anknüpfung nach außen, die in diesem Semester ausgebaut wurde, war die Teilnahme am Kartelltage des K.J.V. und Aufnahme ins Kartell als hospitierende Verbindung. Innerhalb der jüdischen Studentenschaft Jenas wurde der von uns energisch durchgeführte Kampf für die zionistische Sache mit einem großen Erfolge gekrönt. Bei den Wahlen zur siebengliedrigen Verwaltung des Jüdischen Studentenvereins erhielten die Zionisten vier Mandate, wovon drei auf unsere Bbr. Srago, Remigolsky und Myschalow entfielen. Bbr. Srago wurde Vorsitzender des über 100 Mitglieder zählenden Vereins. Personalia: Aus der Verbindung schieden Jorfinkel, Rattner und Alperowitsch aus. Ihr Verbindungsexamen bestanden Bbr. Srago, Myschalow und Lirschitz. Als O.V.G. zugelassen waren: Meir Resnikowitz, Jakob Ginsburg, Efraim Purvie, Jakob Moskowsky und Bruno Dickstein. Semesterbericht der V.j.St »Tchiah«, Cöthen. Das Sommersemester liegt hinter uns und, wie es üblich ist, wollen wir einen Semesterbericht, eine Übersicht des Geleisteten aufstellen. Derselbe hat nicht nur den Zweck, eine Bilanz der Arbeit zu geben, sondern Material für Kritik, einen Anhaltspunkt für die Zukunft. Wie gewöhnlich ist das Sommersemester hauptsächlich dank seiner Kürze mit Abflauen der Arbeit verbunden. Dazu kam noch die Tatsache, daß viele Bundesbrüder vor dem Examen standen und sich nicht in dem Maße an der Arbeit beteiligen konnten, wie es erwünscht wäre. Außerdem war die Zahl der neu aufgenommenen jüdischen Studenten gering, so daß die Keilarbeit keinen intensiven Verlauf nehmen konnte. Wenn wir trotzdem zwei Neuaufnahmen im Laufe des Semesters und ein Gesuch (nach dem Schlußkonvent) zu verzeichnen haben, so kann man mit diesen Resultaten nicht unzufrieden sein. Es sind noch weitere Beziehungen angeknüpft worden, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Dieses in Betracht gezogen, war es richtig, das Schwergewicht der Arbeit auf die hebräischen Kurse zu richten, an denen sich auch die .Z. O. G. und der Jugendbund beteiligten.

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