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Der jüdische Student · 1925-10-01 · Heft 7 (Oktober 1925) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
22 (1925)
Issue
Heft 7 (Oktober 1925)
Date
1925-10-01
Page
[Seite] (sequence 21)
Language
German
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228 Mitteilungen des Präsidiums Im Laufe des Semesters fand ein Vortrag von Dr. Baer über den N.F. statt, außerdem ziemlich regelmäßig Pressereferate, Vorträge im Rahmen der Tendenzstunde, die auch insofern eine Aenderung erhielt, als sie in Form von Diskussionen und Aussprachen über besonders akute Themen sich gestaltete. Eine günstige Stimmung machte sich im Zusammenhang mit der Zionistischen Bezirkstagung in Dessau und dem Bericht über den K. T. in Dresden bemerkbar. Die erste wurde von allen Bundesbrüdern besucht und der Bericht über den Kartelltag rief eine rege Aussprache hervor. Mit besonderer Genugtuung wurde die Mitteilung über die Aufnahme in's K. J. V. entgegengenommen. Leider wurde das Ende des Semesters durch den allzu frühen Tod unseres Bruders Michael Traub, der nach einem langen schweren Leiden dahinschied, getrübt. In's Examen stiegen vier Bundesbrüder, von denen zwei nach Palästina zurückkehren, zwei erst eine Zeit lang hier arbeiten werden, um dann hinüberzugehen. Es wird von der Keilarbeit abhängen, was wir für ein W. S. haben werden. Wir sind überzeugt, daß die Keilarbeit mit der kulturellen Tätigkeit auf's engste verbunden ist, deshalb sind bereits Maßnahmen getroffen worden, diese vorzubereiten. M. Walpert. Das Präsidium läßt folgenden Aufruf an alle Bundesbrüder ergehen: Berlin W. 35., 3. November 1925. Lieber Bundesbruder! Wir wenden uns heute an Dich mit einer ganz dringenden Angelegenheit. Die Rosenkranzstiftung, die früher den in Not befindlichen Bundesbrüdern geholfen hat, ist ein Opfer der Inflation geworden. Die Not ist heute aber nicht kleiner, sondern eher größer, und es ist ein unhaltbarer Zustand, daß Bundesbrüder, die infolge Krankheit oder anderer Unglücksfälle dringend Unterstützung brauchen, sich Hilfe suchend an das Präsidium wenden, im Stich gelassen werden müssen, weil kein entsprechender Fonds besteht. Das Präsidium ist zwar bisher in völlig unabweisbaren Fällen mit minimalen Beihilfen eingesprungen, aber dies reicht bei weitem nicht aus, und ist auch auf die Dauer im Rahmen des vom Kartelltag beschlossenen Etats unmöglich. Wir haben daher die Absicht, den U n t e r s t ü t z u n g s f o n d s wieder ins Leben zu rufen. Wir sind überzeugt, daß es keinen K.J.V.er geben wird, der sich von der Erfüllung dieser Pflicht ausschließen wird. Wir wollen den Fonds durch Spenden aufrecht erhalten. Zur Gründung

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