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Der jüdische Student · 1925-10-01 · Heft 7 (Oktober 1925) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
22 (1925)
Issue
Heft 7 (Oktober 1925)
Date
1925-10-01
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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226 Semesterberichte Den Kartelltag konnten wir durch ein Referat von Bbr. Kannowitz mit anschließender Diskussion vorbereiten. Zum Kartelltag entsandten wir drei Delegierte. Der persönliche Zusammenhang der Bundesbrüder war ein durchaus guter. Es gelang uns auch, durch einige gemütliche Veranstaltungen mit Alten Herren zu beweisen, daß die Königsberger Altherrenschaft und Aktivitas nicht nur durch sachliche, sondern auch persönliche Beziehungen verbunden ist. Wir nahmen in diesem Semester auch die seit einigen Jahren unterbrochene Tradition wieder auf und veranstalteten ein wohlgelungenes Sommerfest, zu dem wir unsere Königsberger zionistischen Freunde eingeladen hatten. Da die Zahl der in Königsberg neu immatrikulierten jüdischen Studenten gering war, konnten wir keine großen Keilerfolge erzielen. Wir nahmen drei neue Füxe auf: Kurt Hertz, Kurt Levinsohn, Moses Munwes. Ausgeschlossen wurde Bbr. Max Neumann. In den B.C. wurden vecipiert die Bbr. Bernstein und Halpern Ende des Semesters machten das Referendarexamen die Bbr. Kurt Kannowitz und Ernst Klimowski, das medizinische Staatsexamen Bbr. Blumberg und chemisches erstes Verbandsexamen Bbr. Teitelbaum. Ernst Stein hat den Mauergesellen gemacht. Der Schlußkonvent übertrug die Feriencharge an Bbr. Hans Stein. Bruno Jakoby. Semesterbericht der V.j.St »Hasmonäa«, Jena. Chargen: H. Srago X, D. Berkowitz XX, Ch. Myschalow XXX. Die Aufgaben, denen sich der zu Beginn des Sommersemesters gewählt C.C. gegenübersah, waren einerseits Festigung und weiterer Ausbau des inneren Lebens der Verbindung, andererseits Entfaltung größtmöglicher Energie auf dem Gebiete zionistischer Tätigkeit und Propaganda der zionistischen Idee unter Andersgesinnten. Es mußte demnach sowohl die Selbsterziehung innerhalb der Verbindung weiter fortgeführt, als auch die Möglichkeit zu intensivem Wirken in zionistischem Sinne geschaffen werden. Die Verhältnisse lagen freilich nicht sehr günstig: der größte Teil der Bundesbrüder stand im Examensemester und hatte für die Verbindung so gut wie gar keine Zeit übrig; überdies machte sich ein gewisses Widerstreben gegen die unvermeidliche straffere Handhabung der Disziplin und Pflege des Verbindungsgeistes, die selbst vor Beschränkung persönlicher Freiheit nicht zurückschrecken durfte, geltend. Es mußte energisch durchgegriffen werden; von den zwölf Bundesbrüdern, mit denen das Semester eröffnet wurde, schieden drei aus. Die übrigen stellten sich geschlossen hinter das Programm des C.C. Die innere Arbeit war hauptsächlich vom kommenden Kongreß bestimmt. Jede Woche wurde von einem anderen Bundesbruder eine Presseschau nebst Übersicht über die Lage im Zionismus und Judentum abgehalten, an die sich eine Diskussion über die aktuellen Fragen anschloß. Einige Abende waren ausschließlich solchen Fragen gewidmet, so den Problemen des Kartelltages, der Frage der jüdisch-polnischen Verständigung u. dergl. m. Einmal wöchentlich wurde allen Bundes-

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