Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 22 (1925)
- Issue
- Heft 6 (August 1925)
- Date
- 1925-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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Berichte 195 Schlagwort. Die in ihm verborgene Wahrheit offenbarte sich in ihrer ganzen Tragweite erst in den letzten Monaten. Denn in dem Augenblick, in dem unsere Konsolidierungsarbeit als abgeschlossen gelten konnte, begannen die Keilerfolge. Dank dieser haben wir heute in Frankfurt eine Verbindung, deren Bestand als gesichert angesehen werden darf. Unsere Werbearbeit zeitigte das schöne Resultat von sieben Rezeptionen, eine Zahl, die leicht hätte überschritten werden können, wenn wir nicht auf die Qualität des aufzunehmenden Menschenmaterials größten Wert gelegt hätten. Unsere Veranstaltungen waren: Bis Januar ein von Leo Strauß gegebener Kurs über politischen Zionismus, der abgelöst wurde von einem Palästinakurs von Bbr. Judelowitz, später von Paul Joseph. Hebräisch wurde in der ausgezeichneten Sprachschule zweimal wöchentlich gelernt. Die Rezeption der sieben Füxe machte einen Fuxenkurs notwendig, der von Walter F i s c h e 1 gegeben wurde. Der Kurs war in der Art der alten Tendenzkurse gehalten, in denen die historische Entwicklung des Zionismus an Hand der bestimmenden Persönlichkeiten, Heß, Pinsker, Herzl etc. dargestellt wurde. Neben allwöchentlichen zwanglosen Zusammenkünften der Aktivitas — manchmal mit A.H.A.H. — veranstalteten wir mehrfach Trefffahrten mit den Verbindungen von Darmstadt, Heidelberg, Friedberg, Köln und Bonn an der Bergstraße und am Rhein, die stets sehr zufriedenstellend ausgefallen sind und das Band der Bundesbrüderlichkeit und das Zusammengehörigkeitsgefühl unter den südwestdeutschen Verbindungen sehr gefestigt haben. Vor allem versuchten wir durch diese Treffahrten den durch das Ausfallen des diesjährigen Camps bedingten Mangel eines Zusammenseins der Bundesbrüder aus dem Reich da auszugleichen, wo es uns möglich war. Die Beziehungen zu unseren A.H.A.H. sind die größte Schwäche der Verbindung. Der Anfang unserer hiesigen Arbeit wurde nur von wenigen A.H.A.H. mit Interesse verfolgt. In letzter Zeit ist auch hier eine Besserung eingetreten, teils durch persönliche Fühlungnahme, teils durch unsere Veranstaltungen. Die Arbeit in der zionistischen Öffentlichkeit wurde von uns als Selbstverständlichkeit betrachtet. Nicht nur die aus unseren Reihen hervorgegangenen Beamten, sondern die gesamte Aktivitas stand bei allen Anforderungen der zionistischen Außenwelt — zu Schekelsammlungen. N. F.-Haus- und Filmsammlungen, Hilfe bei den Wahlen zum Landesverband und zum Kongreß — zur Verfügung. Durch die Ferien erleidet unsere Arbeit keine Unterbrechung, da die Mehrzahl der Bundesbrüder hier bleibt. Die Ferienchargen wurden vom Schlußkonvent übertragen auf Max Jonas X, Herbert Strauß XX. Heinrich Rosenblum.