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Der jüdische Student · 1925-08-01 · Heft 6 (August 1925) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
22 (1925)
Issue
Heft 6 (August 1925)
Date
1925-08-01
Page
[Seite] (sequence 29)
Language
German
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Berichte 193 garantiert. Auch ist Vorsorge dafür getroffen, daß die Prämienreserven in palästinensischen Werten angelegt werden. Es sind in einigen Ländern, z. B. in der Tschechoslowakei und Österreich Versicherungsabteilungen ins Leben gerufen worden, die bereits einige hunderttausend Pfund Versicherungsabschlüsse erzielten. Es ist nun auch beschlossen worden, in Deutschland eine Versicherungsabteilung zu gründen, die vorerst ihren speziellen Wirkungskreis in Süddeutschland haben soll, die Einbeziehung der norddeutschen Wirkungskreise ist ebenfalls vorgesehen und soll in kürzester Zeit erfolgen. Mit der Leitung der Versicherungsabteilung ist Bbr. L i o n beauftragt, das Büro ist in den Räumen des Phoenix in München. Die Versicherungsabteilung beginnt die Tätigkeit am 1. September. Deutschland ist insbesondere für dieses Versicherungsgebiet geeignet, da bekanntlich die früheren Versicherungen durch die Inflation ihren Wert verloren haben und alle irgendwie dazu in der Lage befindlichen das Versicherungsverhältnis wieder herstellen und sich dadurch die bekannten ökonomischen Vorteile verschaffen. Nachdem eine erfolgreiche Arbeit der neuen Organisationen namhafte Beträge für das Aufbauwerk ergeben kann, betrachten wir es als eine selbstverständliche Pflicht aller Zionisten, bei ihren Versicherungsanträgen die Phoenix zu berücksichtigen und selbst dafür zu sorgen, dem Gedanken der jüdischen Versicherung eine möglichst große Propagandabasis zu verschaffen. Die Versicherungsabteilung des K.K.L. Phoenix, München, Giselastr. 21. Berichte. Die K.] A^er=Treffahrt in St. Goar. Es muß als eine der günstigen Wirkungen des Dresdener Kartelltags verzeichnet werden, daß bei den einzelnen Verbindungen sich wieder ein größeres Interesse für das Gesamtkartell einstellt, und die verschiedenen Treffahrten dieses Semesters sind das beste Zeichen hierfür. So trafen sich Teile der Kölner, Bonner, Frankfurter und Darmstädter Verbindungen am 26. Juli im rheinischen Städtchen St. Goar. Es waren im ganzen etwa 25 Bundesbrüder erschienen. Die Alten Herren hatten sich wohl von der unsicheren Witterung der vorhergehenden Tage abhalten lassen, in größerer Anzahl an der Treffahrt teilzunehmen. Nur Alfred Haas-Mainz und Carl Meyer-Koblenz hatten sich eingefunden. Kurz vor Antritt einer gemeinsamen Wanderung auf den Loreley- Felsen trafen noch unerwartet vier Bundesbrüder aus Darmstadt ein, die auf ihren Rädern eine beträchtliche Strecke zurückgelegt hatten. Die Wanderung und die Mittagsrast gaben ausreichende Gelegenheit zu gemeinsamer Aussprache. Ein halb Dutzend Referendare sorgten dafür, daß auch das „Fachsimpeln" nicht zu kurz kam. Vermißt wurde von vornherein eine einheitliche straffe Leitung, die auch dem gemütlichen Beisammensein des Nachmittags eine schönere Form gegeben hätte. Nichtsdestoweniger herrschte eine vorzügliche Stimmung, und die mit einem Rhein- und Sonnenbad beschlossene Treff ahrt kann als „gelungene" Veranstaltung im Sinne weiterer K.J.V.-Arbeit bezeichnet werden.

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