Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 22 (1925)
- Issue
- Heft 6 (August 1925)
- Date
- 1925-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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192 Protokoll der Präsidiumssifoung vom 19» Juli 1925 Zu zionistischer Bildung. 1. Durcharbeitung des gesamten Stoffes der zionistischen Ideologie und Geschichte durch eine Kommission. Die Arbeit dieser Kommission wird schriftlich niedergelegt, für die Einzelgebiete erscheinen Bibliographien. Zu den Sitzungen der Kommission werden erstklassige Experten hinzugezogen. Vorschlag für die Kommission: Leschnitzer, Foerder, Holdheim, Kanowitz, Nachmannsohn. Als Experten: Weltsch, Blumenfeld, Berger, Turnnowsky, Lelewer, Landauer u. a. 2. Einrichtung eines Seminars von fünf bis sieben Tagen Dauer in Berlin im Laufe des Winters. Dieses Seminar ist für sämtliche Bundesbrüder aus dem Reich, die für die nächsten Jahre als Kursleiter in Betracht kommen. Das Seminar zerfällt in drei Teile: a) Zionistische Ideologie, Zionistische Organisation, Soziale Lage. Referenten: Blumenfeld, Martin Rosenblüth, Holdheim, Leschnitzer. , Dauer zwei bis drei Tage. b) Palästina: Die wirtschaftlichen, politischen und sozialen Verhältnisse. Referenten: Landauer, Weltsch. Dauer zwei bis drei Tage. c) Judica. Referenten: Baeck, Weil, Guttmann. Dauer ein Tag. 3. Fortlaufende Artikel im J.St. über Fragen des geistigen Europa (Pazifismus, religiöse Bewegung, Jugendbewegung). Gedacht ist an Ostrowski, Holdheim, Leo Strauß, Weil, Hans Cohn, Martin Buber. Ferner fortlaufend Buchbesprechung über alle für uns wichtigen Neuerscheinungen. Zu Palästina. Einsetzung einer Kommission: Landauer, Böhm. Engste Zusammenarbeit mit dem Palästinaressort, Organisierung der Reisen, Heranziehung von Bundesbrüdern, die in Palästina waren. gez. Nachmannsohn. Die Versicherungsabteilung des Jüdischen Nationalfonds sendet uns folgende Zuschrift: Das Hauptbüro des Keren Kajemeth Lejisrael in Jerusalem hat im Einvernehmen mit dem Finanz- und Wirtschaftsrat in London nach längeren Verhandlungen mit der „Lebensversicherungsgesellschaft Phoenix in Wien", welche besonders seit dem Kriege einen großen Aufschwung genommen hat und sehr leistungsfähig ist, einen Rahmenvertrag abgeschlossen. Der Vertrag, welcher die zionistischen Organisationen und insbesondere den jüdischen Nationalfonds zur Propagierung des Versicherungsgedankens in zionistischen und anderen Kreisen verpflichtet, geht, was die Gegenleistung der Phoenix anlangt, weit über das bisher von den Versicherungsgesellschaften Angebotene oder Gewährte hinaus. Die Versicherungsnehmer erhalten alle Vorteile, welche irgend eine "solide Konkurrenzgesellschaft bieten kann. Dem Nationalfonds sind neben den verhältnismäßig hohen Prämienprovisionen beträchtliche Mindestsummen für die Arbeit seiner Organisationen von vornherein