Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 22 (1925)
- Issue
- Heft 6 (August 1925)
- Date
- 1925-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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190 Protokoll der Präsidiumssifrung vom 19. ]uli 1925 der zionistischen Jugendbewegung muß auch das aktive Kartell der zentralen zionistischen Forderung nach Produktivierung, die in besonderem Maße an die Jugendbewegung gerichtet wird, genügen. Hier kommt es besonders auf die Zusammenarbeit mit den bereits angeführten anderen Ressorts an. 1. Landwirtschaftliche Hachscharah. Geeignete Bundesbrüder müssen bestimmt werden, wenigstens probeweise ein Vierteljahr während der Ferienzeit landwirtschaftlich zu arbeiten. Es ist auch für diese Probezeit notwendig, daß die Bundesbrüder nicht allzu schwierigen Bedingungen ausgesetzt werden, damit sie nicht, abgeschreckt durch Zufälligkeiten und besondere Anfangsschwierigkeiten, zu einem vorschnellen Entschluß gelangen. Auch für später muß für die erste Zeit für eine Ausbildung in Siedlungen bezw. Gruppen gesorgt werden. Wir haben die Möglichkeit, in den Herbstferien vier bis fünf K.J.V.er auf der Siedlung Georgstal unterzubringen. Es wird versucht werden, unter allen Umständen diese Chance auszunutzen. Die Erziehungsarbeit im kommenden Semester muß so stark auf diese Aufgaben gerichtet sein, daß im Frühjahr eine größere Anzahl K.J.V.er zu gemeinsamer Ausbildung auf das Land geht. 2. Handwerkliche Hachscharah. In den letzten Jahren werden immer mehr technische Berufe ergriffen, die allgemein auf die Ingenieurlaufbahn eingestellt sind. Ganz abgesehen davon, daß die einzelnen Berufszweige ziemlich ohne Zusammenhang mit dem Bedarf in Palästina gewählt werden, ist es notwendig, Bundesbrüder auf die besondere Bedeutung hinzuweisen, die gut ausgebildete Handwerker jeder Art für den Aufbau Palästinas haben. Es ist in Erwägung zu ziehen, Handwerker-Abendkurse einzurichten, und Bundesbrüdern die Möglichkeit zu geben, ihre Eignung und ihr Geschick für das Handwerk zu prüfen. Alle diese Aufgaben lassen sich mit Erfolg nur durchführen, wenn man im Kartell die Palästina-Atmosphäre schafft, die besondere Entscheidungen möglich macht. Wesentlich tragen zur Erreichung dieses Zieles bei: 1. Individuelle Einwirkung. 2. Kurse und Informationen. 3. Palästina-Reisen. Zu 1. Hier sind keine näheren Ausführungen notwendig. Zu 2. Es soll unter Hinzuziehung anwesender palästinensischer Bündesbrüder eine Kommission eingesetzt werden, die im Zusammenhang mit dem Unterrichtsressort Richtlinien für Palästinakurse ausarbeitet, die mehr als bisher die besonderen und aktuellen Fragen des Palästinaaufbaues behandeln. Die Informationen und Briefe aus Palästina, des Korreferenten Leo Rosenblüth und anderer Bundesbrüder, soweit sie geeignet sind, sollen regelmäßig im Korrespondenzblatt und in evtl. besonderen Rundschreiben veröffentlicht werden. Zu 3. Das wichtigste Mittel, eine innere Beziehung zu Palästina zu schaffen, sehen wir in einer Palästinafahrt der Bundesbrüder. Spätestens im Frühjahr 1926 soll eine gemeinsame Palästinafahrt der K.J.V.er stattfinden. Es ist schon jetzt in den Verbindungen darauf hinzuarbeiten, daß eine große Anzahl daran teilnimmt. Besonders erwünscht ist es, *