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Der jüdische Student · 1925-08-01 · Heft 6 (August 1925) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
22 (1925)
Issue
Heft 6 (August 1925)
Date
1925-08-01
Page
[Seite] (sequence 24)
Language
German
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188 Protokoll der Präsidiumssifomg vom 19, ]uli 1925 Ressorts unbedingte Notwendigkeit. Diese Ressorts sind in erster Linie: Erziehung und Unterricht und Inneres. Aber auch dem Ressort für Turnen und Sport kommt hier eine große Bedeutung zu, z. B. in den Fragen landwirtschaftlicher und auch handwerklicher Hachscharah, denn mit Hilfe eines entsprechenden Milieus können geeignete Menschen von rein geistigen Berufen leichter weggeführt werden, wie das Beispiel des Blauweiß zeigt. Darüber hinaus aber ist es eine eminent wichtige Aufgabe des Gesamtpräsidiums, die Grundlagen für eine wirksame und erfolgreiche Einwirkung auf die Berufssphäre zu schaffen. Die Arbeit des Ressorts gliedert sich im allgemeinen in zwei große Aufgabengebiete. 1. einen technischen und 2. einen erzieherischen Teil. 1- Technische Aufgaben. Hier kommen folgende Gebiete in Betracht: a) Stellenvermittlung innerhalb Deutschlands. b) Stellenvermittlung für Palästina. c) Zeitschriften- und Universitätsaktion für Palästina. a) Stellenvermittlung in Deutschland. Bisher wurden in der Hauptsache nur Angebot und Nachfrage miteinander in Einklang gebracht. Eine aktive Stellenbeschaffung konnte nicht in Angriff genommen werden. Es wird geplant, die Stellenvermittlung auszubauen. Große Möglichkeiten bestehen hier zwar nicht, jedoch soll versucht werden, durch Beziehungen zu den verschiedenen Berufsorganisationen — es wird daran gedacht, daß einige Bundesbrüder bestimmten Berufsorganisationen für uns beitreten — den Stellennachweis der betreffenden Organisation für uns zugänglich zu machen. Ferner soll erneut an die Alten Herren in leitenden Positionen herangetreten werden, um sie zu bitten, sich mehr als bisher um die Unterbringung von Bundesbrüdern und die Stellenbeschaffung zu kümmern. Dies wird durch ein besonderes Rundschreiben geschehen. b) Stellenvermittlung für Palästina. Diese Stellenvermittlung kommt in erster Linie für Bundesbrüder, die ihre Berufsausbildung, bereits abgeschlossen haben, also wohl in der Hauptsache für Alte Herren, in Betracht. Auf diesem Gebiete ist zentral noch wenig versucht worden. Unsere Bundesbrüder in Palästina sollen nun angehalten werden, jede Vakanz sofort zu melden. Vielleicht gelingt es auch, vermögende Bundesbrüder in Deutschland für kaufmännische Projekte zu interessieren, die ihnen eine Existenz in Palästina ermöglichen. Diesem Zweck könnte dienen: 1. eine Korrespondenz mit dem Landesverband, 2. Verbindung mit einer kaufmännischen Agentur, 3. Zusammenarbeit mit Bbr. Landauer vom Palästinaamt und mit der Palästina Wirtschaft (Davis), 4. mit dem zu gründenden Palästina-Sekretariat der Z.V.f.D. in Palästina, 5. mit einzelnen Bundesbrüdern und einzelnen uns nahestehenden Gesinnungsgenossen. Es wäre empfehlenswert, ein korrespondierendes Ressort im Altherrenpräsjcjium zu schaffen, das mit unserem Ressort zusammenarbeitet. Gedacht wird auch an ständige Veröffentlichungen im Informationsblatt.

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