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Der jüdische Student · 1925-08-01 · Heft 6 (August 1925) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
22 (1925)
Issue
Heft 6 (August 1925)
Date
1925-08-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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m Aus der Korrespondenz des Präsidiums sind, darauf aufmerksam zu machen, daß sie auch schriftlich ihr Wahlrecht ausüben müssen. Wir weisen zu diesem Zweck auf § 8 der Wahlordnung hin, der wie folgt lautet: „Wähler, die in der Wahlzeit von ihrem Wohnort abwesend sind, oder deren Wohnsitz nicht im Bezirk einer Ortsgruppe ist, können die Wahl brieflich ausüben, indem sie den Stimmzettel in einen verschlossenen Umschlag legen und diesen Umschlag in einem Brief an das Büro der Z.V.f.D., Meinekestraße 10, einsenden. Die betreffenden Briefe dürfen nicht vor dem 2. August zur Post gegeben werden und müssen am 3. August bei der Hauptwahlkommission eintreffen. Außer dem Umschlag ist beizufügen: 1. ein Begleitbrief, in dem mitzuteilen ist, daß der verschlossene Umschlag den Stimmzettel für die Wahl zum XIV. Zionistenkongreß enthält. Dieser Begleitbrief muß die genauen Angaben des ständigen Wohnorts und der Adresse des Wählers enthalten und den Grund dafür angeben, warum die schriftliche Abstimmung notwendig ist. Er muß von dem betreffenden Wähler eigenhändig unterschrieben sein; 2. muß der Brief enthalten die auf den Namen lautende Schekelquittung für das Jahr 5685." Mit bundesbrüderlichem Gruß Das Präsidium des K.J.V. Berlin W. 35, den 29. Juli 1925. Liebe Bundesbrüder! Wir wollen den Versuch machen, zu Eurer Orientierung über die Kongreßprobleme die wichtigsten Tatsachen aus den letzten Wochen nach unserem ersten Kongreßrundschreiben zusammenzustellen. Ihr seid über die A.G.-Sitzung im wesentlichen durch Berichte in der Rundschau orientiert. In der Sitzung wurde zu den wichtigsten Fragen, die den Kongreß beschäftigen werden, eingehend Stellung genommen. I. Politische Lage. Im Mittelpunkt der A.G.-Sitzung stand ein ausführlicher Bericht von Dr. Weizmann über die augenblickliche politische Situation. Er berichtete eingehend über eine Zusammenkunft mit dem neuen High Commissioner Plumer und dem Kolonialminister Amery. Aus dem Bericht, der sich insbesondere auch mit der Stellung des Völkerbundes zum Zionismus befaßte, geht jedenfalls mit aller Deutlichkeit hervor, daß die politische Lage keineswegs so ungünstig ist, wie die Opposition es immer wieder (als Argument gegen Weizmann) behauptet. Die Bedingungen für die Führung der zionistischen Politik seien, so führte Dr. Weizmann etwa aus, naturgemäß heute, wo man es mit konsolidierten Verhältnissen zu tun habe, weit schwieriger. Aber auf der anderen Seite habe die politische Welt den Zionismus noch niemals so ernst genommen wie gerade jetzt. II. Agency-Frage. Hier ist bemerkenswert die Erklärung der Exekutive, aus der mit aller Deutlichkeit hervorgeht, daß auch von Seiten der Leitung daran gedacht ist, die Agency vorläufig nur als eine provisorische, ähnlich wie

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