Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 22 (1925)
- Issue
- Heft 6 (August 1925)
- Date
- 1925-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Aus der Korrespondenz des Präsidiums 171 unserer landwirtschaftlichen Positionen zur Verfügung gestellt werden. Es war sehr interessant zu sehen, daß ein so kritischer und schließlieh doch von anderen Gesichtspunkten an die Frage herangehender Mann wie Felix Pinner, auf dessen Aufsätze im „Berliner Tageblatt" wir besonders aufmerksam machen, zu ähnlichen Resultaten gelangt ist. Die Stellung der deutschen Landsmannschaft auf dem Kongreß wird eine besonders verantwortungsvolle sein. Wir kamen trotz und gerade auf Grund eines sehr intensiven radikalen Zionismus zu der Bündnispolitik. Wir trennen uns von den Anhängern eines Zusammengehens mit den Nichtzionisten, die dieses erkauft wissen wollen durch ein Weniger an zionistischer Radikalität, und die überdies Grundsätzen über die Gestaltung des Aufbaues folgen, die nicht die unsrigen sein dürfen. Wir forderten vor einiger Zeit mit besonderem Nachdruck von Euch die Durchführung der Schekel-Aktion, weil es sich hier nicht um eine organisatorische Sammelaufgabe handelte, sondern weil jeder Einzelne mit beitrug zu der sehr notwendigen Stärkung der deutschen Delegation auf diesem Kongreß, auf dem, wie man ohne jede rethorische Übertreibung sagen kann, wichtigste Entscheidungen* über den Fortgang unserer iVrbeit und die ganze Gestaltung unseres Werkes getroffen werden müssen. Wir erheben heute mit demselben Nachdruck eine zweite Forderung. Wir verlangen politische Erziehung; das bedeutet nicht zuletzt ein Anteilnehmen an den politischen Geschehnissen. Dieses Anteilnehmen muß auch zum Ausdruck kommen in dem Recht und in der Möglichkeit, die jeder Zionist hat, auf die Zusammensetzung des Kongresses Einfluß zu nehmen, in dem Wahlrecht, das für unsere Bundesbrüder schlechterdings eine Wahlpflicht bedeuten muß. Wir erwarten von jedem Einzelnen von Euch, daß er unbeschadet äußerer Schwierigkeiten (Reisen etc.) auf alle Fälle sein Wahlrecht ausübt. Wir empfehlen Euch, nach sorgfältiger Prüfung der politischen Situation, von der wir im Vorstehenden Euch einen kurzen Abriß übermittelt haben, Euch zu entscheiden für eine Wahl der Liste Rosenblütht die auf dem Kongreß die Gedanken des Kongreßprogramms der Z.V.f.D., zu dem sich der Kartelltag in seiner überwiegenden Mehrheit bekannt hat, vertreten wird. Mit bundesbrüderlichem Gruß Das Präsidium des K.J.V. Betrifft technische Durchführung der Kongreßwahlen. Liebe Bundesbrüder! Es wird Hauptaufgabe der Leiter der Verbindungen und Altherrenverbände sein, darauf hinzuwirken, daß jeder K.J.V.er sein Wahlrecht tatsächlich ausübt. Erfahrungsgemäß pflegen Oppositionsparteien mit großer Rührigkeit Menschen an die Urne zu bringen, so daß Gefahr besteht, daß ein verhältnismäßig großer Teil der Liste Soloweitschik durchkommt. Wir bitten Euch, besonders Bundesbrüder, die auf Reisen