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Der jüdische Student · 1925-06-01 · Heft 4-5 (Juni 1925) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
22 (1925)
Issue
Heft 4-5 (Juni 1925)
Date
1925-06-01
Page
[Seite] (sequence 42)
Language
German
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144 Bericht Ober die A. H.s Zusammenkunft in Dresden fernhalten, keilen. Dann allein sei es möglich, wertvolle Menschen zu gewinnen. Und es komme darauf an, die Forderung der Qualität jetzt wieder mit aller Entschiedenheit zu stellen. Zuzugeben sei freilich, daß selbst die besten Bundesbrüder nicht jeden Menschen keilen könnten, es gebe Leute, denen die Disposition für den Zionismus abgehe. Aber deren Zahl sei nicht so groß, als daß man damit die qualitativ noch mehr als quantitativ unzureichenden Werbeerfolge des Kartells rechtfertigen könne. Auf Grund dieser Erkenntnisse sei von jeder K.J.V.-Verbindung zu fordern, daß sie die Werbearbeit nicht als lästige technische Angelegenheit, sondern als wesentlichen organischen Bestandteil der K.J.V.-Aufgaben betrachtet. Das Technische müsse, das seien notwendige Voraussetzungen, allerdings klappen. Kanowitz wies abschließend auf eine Reihe technischer Fehler hin, die sich bei Werbeveranstaltungen allzu oft bemerken ließen und vermieden werden müßten. Die anschließende Debatte befaßte sich vorwiegend mit diesen technischen Dingen. Soweit sie die grundsätzlichen Fragen berührte, konnte Übereinstimmung mit Kanowitz' Ausführungen festgestellt werden. Den Einwand, gute Leute seien wegen ihrer gänzlich anderen geistigen Orientierung von uns aus nicht zu keilen, wies K. im Schlußwort zurück. Verzicht auf Bearbeitung gerade der schwierigen Leute sei eine geistige Bankrotterklärung. Zum Schluß gaben die Vertreter der einzelnen Verbindungen kurzen Bericht über den Stand ihrer Werbearbeit. Es wurde festgestellt, daß in diesem Semester bis zum 1. Juni 43*) Neuaufnahmen in das Kartell erfolgt seien, eine zwar erfreuliche, aber längst nicht befriedigende Zahl. Bericht über die A.R= Zusammenkunft in Dresden. Von Erich H u r w i t z , Berlin. Die von etwa 35—40 Alten Herren besuchte Veranstaltung wollte und konnte keine Entscheidungen treffen, keine Beschlüsse fassen. Man hatte recht daran getan, einen offiziellen Altherrentag vorläfig noch zu verschieben. Wenn auch das Ziel feststeht, die Altherrenschaft zu reaktivieren, ihre latenten Energien dem Kartell und dem Zionismus wieder nutzbar zu machen, so ist der Weg doch noch ungeklärt, auf dem wir unser Ziel erreichen wollen. Lastet doch die Enttäuschung über die vielen immer wieder fehl- *) Urfterdessen sind weitere Aktivmeldungen erfolgt.

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