Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 22 (1925)
- Issue
- Heft 4-5 (Juni 1925)
- Date
- 1925-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
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142 Bericht öber die Werbesifrung Hajessod. Gesetze sind zu umgehen. Zum Schluß gab Blumenfeld der Empfindung Ausdruck, die er auf dem Kartelltag ganz stark bekommen habe, daß das K.J.V. lebt, und man könne wirklich sagen: Es lebe das K.J.V. Hiermit war die Vormittagssitzung beendet. Um V24 Uhr begann die Schlußsitzung. Da der Permanenz-Ausschuß gut gearbeitet hatte, wickelte sich der nun folgende Teil, die Abstimmung über die vorliegenden Beschlüsse und Anträge, die an anderer Stelle wiedergegeben sind, glatt ab. Foerder wurde per Akklamation zum Vorsitzenden gewählt und Kanowitz einstimmig zum stellvertretenden Vorsitzenden, auch das übrige Präsidium wurde einstimmig gewählt. In seiner Schlußrede dankte Foerder den ausscheidenden Präsidiumsmitgliedern für ihre während der Amtszeit geleistete Arbeit, ebenso Edgar Heinemann, der in den letzten Monaten kommissarisch das Werberessort geleitet hatte. Er faßte nochmals die Ergebnisse des Kartelltags zusammen und stellte fest, daß der Kartelltag zum ersten Male in erfreulicher Klarheit innerzionistische Entscheidungen getroffen habe. Das Kartell bekennt sich zu den Grundgedanken, die niedergelegt sind im Kongreß - Programm der Z.V.f.D. Der Kartelltag schloß mit dem gemeinsamen Gesang der Hatikwah. Bericht über die Werbesitzung. Von Hubert P o 11 a c k , Sport-V.J.St., Berlin. Vor Beginn des Kartelltages fand unter Vorsitz von Bbr. Heinemann eine Werbesitzung statt, auf der alle beim Kartelltag anwesenden Verbindungen durch mindestens einen Bbr. vertreten waren. Vom Präsidium waren anwesend: Bertram und Irvin Fisher, Holzer, Kanowitz. Dieser leitete die Aussprache durch ein längeres Referat ein, in dem er etwa folgendes ausführte: Es komme darauf an, die Werbearbeit der Kartellideologie als wesentlichen Bestandteil einzuordnen. Deshalb sei im Zusammenhang mit dem Kartelltag, der ja die geistigen Grundlagen des Kartellebens erneut darzustellen habe, eine Werbebesprechung aller Verbindungen herbeigeführt worden. Eine Mindestzahl von Aktivmeldungen bedeute eine Lebensnotwendigkeit für das Kartell. Das K.J.V. habe es außerordentlich schwer, sich in der zionistischen Welt alsKärtell Geltung zu verschaffen. Denn es sei keine Partei, sondern eine Erziehungsgemeinschaft. Während jene, gestützt auf ein enges eindeutiges, weil einseitiges Programm eine starke politische Energie repräsentiere, mit der man rechnen müsse, könne eine Erziehungsgemeinschaft wie unser Kartell nur durch die Zahl aktiver Zionisfen wirken, die es der Bewegung zu stellen imstande sei. Hier liege