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Der jüdische Student · 1925-06-01 · Heft 4-5 (Juni 1925) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
22 (1925)
Issue
Heft 4-5 (Juni 1925)
Date
1925-06-01
Page
[Seite] (sequence 36)
Language
German
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138 Bericht öber den 6. Kartelltag Realitäten kennen und auf dieser Grundlage erziehen. Dies hat nichts mit Parolen zu tun. Er wendet sich hierbei sehr scharf gegen Fritz Löwenstein. Auch im Blauweiß habe man niemals mit Parolen gearbeitet, sondern es war immer Sache der Führer, die Aufgaben in kontinuierlicher Erziehungsarbeit durchzuführen. Wir müssen und können aus den Lebensverhältnissen Palästinas lernen. Man muß wissen, daß das Ghaluz-Material aus Deutschland schlechter ist als das aus dem Osten. Man muß trotzdem den Mut haben, aus diesen Erkenntnissen etwas zu machen. Man hätte das K.J.V.er-Gut gründen sollen. Die ganze Ghaluz-Frage im K.J.V. wäre eine andere geworden. Zionistische -Galuth-Berufe kommen nur für wenige in Betracht. Wir müssen auf lange Sicht erziehen. Als nächster sprach Katschke, der die bisherige Präsidiumsarbeit einer gewissen Kritik unterzog. Der J.St. war nicht das, was er sein sollte. Man hätte keine Bücherspende zur UniversitätseröiTnung, sondern einen Vertreter schicken sollen. Im Budget müsse ein Posten für Palästinareisen vorgesehen werden. Turnen und Sport seien stärker in den Vordergrund zu stellen. Robert Beer berichtete von der Münchener Verbindung, in der die Alten Herren besonders intensiv mitarbeiten. — Seine Palästinareise war für ihn ein ganz großes Erlebnis, und er ist der Ansicht, daß jeder Bundesbruder vor seiner A.H.ierung mindestens eine Touristenfahrt nach Palästina gemacht haben müsse. An der Debatte beteiligten sich noch Roch und Scha y. Roch lobte die Arbeit des Präsidiums. Es sei erfreulich, daß es wieder einen verantwortlichen Kreis von Bundesbrüdern gebe. Schay spricht zur A.H.-Frage. Nach der Mittagspause sprach Ernst Böhm zur Frage der Chaluziuth. Das Berufsressort muß auf die einzelnen Berufe Einfluß nehmen. Er fordert ferner einen Ausbildungskurs für Fuxmajore, den Foerder leiten soll. — Dann sprach noch einmal Fritz L ö w e n s t e i n. Wir müssen unsere Forderungen dauernd propagieren, Hebräisch hat sich auch nur nach jahrelanger Propaganda durchgesetzt. Er hält an dieser Auffassung fest und erklärt, daß er jederzeit, wenn er Gelegenheit dazu habe, für den Gedanken der Chaluziuth im Kartell eintreten würde. — Vor dem Schlußwort Foerders sprach noch Michels, der betonte, daß man das K.J.V.-Gut bestimmt gemacht hätte, wenn es nicht plötzlich durch die finanziellen Verhältnisse unmgölich geworden wäre. Die Menschen dazu seien bestimmt vorhanden. — Das Kartell müsse seiner Meinung nach seitens des Präsidiums besser orientiert werden. In der Frage des W.J.S. müssen wir uns entscheiden: entweder herausgehen oder aktiv mitarbeiten. — Man kann das alte Kartell nicht von dem jungen trennen, die Altherrenschaft darf keine Loge werden. Foerder geht in seinem Schlußwort auf einige wesentliche Fragen ein, die für immer verabschiedet werden müßten. 1. B.Z.K.-

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