Mannheim
Compact Memory

Der jüdische Student · 1925-06-01 · Heft 4-5 (Juni 1925) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
22 (1925)
Issue
Heft 4-5 (Juni 1925)
Date
1925-06-01
Page
[Seite] (sequence 32)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/3537599-3537625-3537628--6327-3544403
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

134 Bericht Ober den 6. Kartelltag diese Reise ermöglichen können. Ich hoffe, im Herbst, spätestens aber im Frühjahr viele Bundesbrüder auf der ersten Wanderfahrt des K.J.V. in Erez Israel zu sehen. Bericht über den 6. Kartelltag. Von Hermann Loeb, Berlin. Der Kartelltag wurde am Sonntag, den 31. Mai, nachmittags 4 Uhr, eröffnet durch eine Ansprache von Herbert Foerder, i:i der er auch gleichzeitig der in den Jahren seit dem letzten Kartelltag verstorbenen Bundesbrüder gedachte, zu deren Ehren sich der Kartelltag erhob. Schon am Vormittag hatten programmgemäß die Besprechungen über Werbearbeit und Altherrenarbeit stattgefunden, in denen diese Spezialfragen von den entsprechenden Vertretern eingehend erörtert wurden. Zu der Zusammenkunft der Alten Herren waren ca. 35—40 Bundesbrüder erschienen. Insgesamt waren annähernd 250 Bundesbrüder nach Dresden gekommen, die Berliner Verbindungen nahezu korporativ, sehr zahlreich aber auch die süddeutschen Verbindungen. Man sah recht viel neue Gesichter, aber auch solche Bundesbrüder, die schon mehrere Kartellsemester hinter sich haben, ohne bisher einen Kartelltag erlebt zu haben. Der Saal des Künstlerhauses, an dessen Wänden eine Anzahl farbenfreudiger Palästinabilder unseres Bundesbruders, des Malers Leo Pevsack, ausgestellt war, war bis zum letzten Platz gefüllt. Das Präsidium des Kartelltages bestand aus Herbert Foerder als 1. Vorsitzenden, Walter Deutschmann und John Levy als stellvertretenden Vorsitzenden, Edmund Holz und Boris Segalowitsch als Schriftführer. Außerdem wurde ein Permanenz-Ausschuß und eine Finanzkommission gewählt. Nach Verlesung einiger Begrüßungsschreiben, insbesondere eines längeren Briefes von Arthur Stein hielt Herbert Foerder sein Referat über „Die Aufgaben des K.J.V.", das eine klare und alle wesentlichen Punkte unseres Aufgabenbereichs deutlich herausmeißelnde Programmrede darstellte. —Das Kartell strebt nach einer engen Verknüpfung mit der zionistischen Welt, in der die dauernd wachsenden Realitäten Palästinas heute eine dominierende Rolle spielen. Die seelische Verbindung unserer Menschen mit Palästina ist geglückt, aber die tatsächliche Verwirklichung des Palästinastrebens bereitet noch Schwierigkeiten. Foerder betont wieder den akademischen Charakter unseres Bundes. Dies sei jedoch kein Privileg, sondern lediglich Verpflichtung, Träger geistiger Auseinandersetzung, Träger der zu erneuernden Ideen - Propaganda zu sein. Entsprechende Aufgaben haben wir auch in dem Weltverband der Jüdischen Studentenschaft, mit dessen Methoden und Verhalten in sehr vielen Dingen wir in keiner

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.