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Der jüdische Student · 1925-06-01 · Heft 4-5 (Juni 1925) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
22 (1925)
Issue
Heft 4-5 (Juni 1925)
Date
1925-06-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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Die Aufgaben des KJ.V. 117 der Versuch gemacht werden, für die zionistische Arbeit in Deutschland einen Stamm zuverlässiger, sachlich vorgebildeter Menschen bereitzustellen, es wäre von sehr wesentlicher Bedeutung für die Durchführung unserer Arbeiten in Deutschland, wenn es gelingen würde, Kräfte, die heute größtenteils brach liegen, wieder heranzuziehen. Ich halte die Verlegung des Altherren tages für gut. Der Weg muß von der Praxis zur Theorie, von der gelungenen Einzelarbeit zur gemeinsamen Beschlußfassung über die Richtlinien der weiteren Tätigkeit gehen. Die nächste Aufgabe ist, eine Reihe lebendiger arbeitsfähiger Zellen zu schaffen. Wir wollen nochmals von hier aus an alle appellieren, sich mit wirklicher Hingabe an der Arbeit zu beteiligen. Der Weg und die Arbeitsmethoden können im einzelnen verschieden sein, fest stehen muß der Grundcharakter auch dieses Teils unserer Bewegung. Auch er muß ein fordernder, idealistischer sein, abzulehnen ist ein rein gesellschaftlicher Zusammenschluß, der jetzt wieder in den Diskussionen eine größere Rolle spielt. Eingehalten werden müssen auf jeden Fall die Mindestforderungen, die wir aufgestellt und publiziert haben. Unter ihnen ist von wesentlicher Bedeutung die Maasserfrage. Wir haben nochmals einen Antrag bei dem Kartelltag eingebracht, um so eindeutig wie mög- . lieh festzustellen, daß nur derjenige, der die Maasserpflicht anerkennt, Mitglied unseres Bundes sein kann. Wir haben die feste Zuversicht, daß der Maassergedanke bald eine Selbstverständlichkeit sein wrird, und daß es darüber hinaus gelingen wird, in der Altherrenarbeit zu positiven Ergebnissen zu gelangen. Ueber die Formen, in denen die Arbeit zu führen ist, nur das Allernötigste: Grundsätzlich sind wir durchaus für den von Schloßberg im Namen des Königsberger Kreises entwickelten Gedankengang, daß eine Trennung der Altherrenorganisation vom jüngeren Kartell anorganisch und aus vielfachen Gründen nicht wünschenswert ist; unser Bund ist eine Einheit und muß sich als solche empfinden. Diese Erkenntnis hindert nicht die Tatsache, daß seine einzelnen Glieder verschiedene Funktionen auszufüllen haben. Dies ist in erster Linie bei der Altherrenschaft der Fall; die Altherrenschaft muß in ihren Angelegenheiten freie Entfaltungsmöglichkeit haben, notwendig erscheint im Interesse der erfolgreichen Durchführung der Arbeit eine weitgehende Selbst Verwaltung der Altherrenschaft durch eine zentrale Verwaltungsinstanz, die die eigentlichen Altherrenangelegenheiten bearbeitet. Diese Forderung ist nur akzeptierbar, wenn auf der anderen Seite feststeht, daß die Repräsentation des Kartells, vor allem aber die politische Führung allein Sache des Präsidiums ist, das der Gesamtkartelltag einschließlich der Alten Herren wählt. Ein Nebeneinander mehrerer Instanzen ist unmöglich, die Einheitlichkeit der Führnug muß auf alle Fälle gewahrt bleiben. Das Präsidium sollte nicht aus zu jungen Bundesbrüdern zusammengesetzt sein, zu erwägen wäre auch, ob die Altherrenschaft nicht einen beson-

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