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Der jüdische Student · 1925-06-01 · Heft 4-5 (Juni 1925) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
22 (1925)
Issue
Heft 4-5 (Juni 1925)
Date
1925-06-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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116 Die Aufgaben des K.]V. bereiten. Wir sprachen von aktiver Jugendpolitik, wir werden mit allen anderen Gruppen den Versuch machen, die etwas isolierte westjüdische Jugend den Zusammenhang mit dem Aufbauwerk finden zu lassen. Ich möchte den Rahmen des Referates durch die Behandlung allgemein zionistischer Fragen nicht allzu sehr erweitern. Es muß aber doch gesagt werden, daß die Schwierigkeit der Präzisierung einer klaren Stellungnahme für Gruppen nicht rein sozialistischen Charakters in der unglücklichen Konstellation der zionistischen Gesamtbewegung zü suchen ist, wo die Arbeiterschaft in einem fast abgeschlossenen Lebenskreise einem sogenannten allgemeinen Zionismus, der in seinen einzelnen Gliedern erhebliche Differenzierungen aufweist, gegenübersteht. Gäbe es auf Grund eines sachlichen Programms sich vollziehende parteiliche Nüanzierungen wie in normalen Staatsgebilden, so wären die Verständigungsmöglichkeiten und das Zusammenarbeiten innerlich sich nahestehender, heute noch getrennter Gruppen erheblich leichter. Hier ist nicht der Ort, in extenso auf diese Frage einzugehen. Es ist zu hoffen, daß die rapide anhaltende Entwicklung auch neue Formen unseres politischen Lebens schafft, damit die große Zahl derer, die, geistig der Arbeiterschaft verwandt, in bestimmten Fragen des wirtschaftlichen Aufbaus sich nicht mit ihr identifizieren können, bessere Wirkungsmöglichkeiten haben als dies jetzt der Fall ist. Ohne hier wissenschaftliche Statistik treiben zu wollen, glaube ich, sagen zu können, daß eine große Anzahl gerade von K.J.V.ern diese Entwicklung lebhaft begrüßen würde. Wir halten auf Grund unserer eingehenden Kenntnis des Kartells dieses heute für konsolidiert genug, um sich diesen quasi außenpolitischen Wirkungsgebieten zuwenden zu können. Nach wie vor werden wir alle uns daneben intensiv bemühen müssen um die innere Weiterentwicklung unseres Bundes. Bei der Behandlung dieser Fragen kann ich mir eine größere Beschränkung auferlegen, da ein besonderes Referat die für uns wichtige Frage der Erziehung, der geistigen Schulung und Orientierung behandelt. Auf einige wenige Gesichtspunkte unserer inneren Arbeit muß aber jetzt schon eingegangen werden. Zunächst einige Worte über die Altherrenfrage, die uns in letzter Zeit wieder einmal, aber intensiver als früher beschäftigt hat. Es muß Allgemeingut aller K.J.V.er werden, daß die erfolgreiche Durchführung dieses Teils unserer Arbeit wichtig ist. Es &t wiederholt ausgesprochen worden, daß der bisherige Zustand, wo die große Anzahl aus der Erziehung des Kartells entlassener Menschen uninteressiert ist, sowohl am Kartell wie an der zionistischen Entwicklung überhaupt unmöglich ist. Der tiefere Sinn der Altherrenarbeit ist ein allgemein zionistischer. Es soll

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