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Der jüdische Student · 1925-05-01 · Heft 3 (Mai 1925) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
22 (1925)
Issue
Heft 3 (Mai 1925)
Date
1925-05-01
Page
[Seite] (sequence 31)
Language
German
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Berichte des Präsidiums 85 g) Redaktion des Jüdischen Studenten. In der Berichtsperiode war das Erscheinen des J. St. mit größeren Schwierigkeiten verbunden als in den früheren Zeiten. Besonders während der Inflationszeit, wo die finanzielle Lage des Kartells ein regelmäßiges Erscheinen des J. St. verhinderte, waren diese Schwierigkeiten so groß, daß nicht nur das Aeußere des J. St. sich veränderte, sondern auch der innere Gehalt unserer Zeitschrift in keiner Weise den nötigen Anforderungen entsprach. Es hing dies damit zusammen, daß die Mitarbeiter teilweise anderweitig derart in Anspruch genommen waren, daß die Redaktion des J. St. gezwungen war, nur darauf bedacht zu sein, die Zeitschrift als ein Informationsblatt für das Kartell herauszugeben. Die Redaktion war sich aber auch bewußt, daß auch dieser Anforderung nur höchst mangelhaft entsprochen wurde. Die Lage des J. St. verbesserte sich seit der Erstchargiertentagung im Frühjahr 1924. Dadurch, daß wieder eine größere Anzahl von Bundesbrüdern für den J. St. mitarbeitete, wurde es möglich, das geistige Niveau der Zeitschrift zu heben, so daß sie, wie wir glauben, im allgemeinen im letzten Jahre wieder einen verhältnismäßig guten Gehalt aufwies. Wir sind uns darüber klar, daß das Endziel der Zeitschrift noch keineswegs erreicht ist. Es wird in Zukunft dafür Sorge getragen werden müssen, daß die Zeitschrift mehr als bisher für die geistige Ausbildung der Bundesbrüder Sorge trägt, und auch andererseits in höherem Maße, als das bis jetzt der Fall ist, mit dem Leben der Organisation und dem Aufbau von Erez-Israel ihre Verbindung findet. Dieses wird nur dann möglich sein, wenn die Bundesbrüder bereitwilliger als zurzeit geeignete Beiträge der Redaktion zur Verfügung stellen, damit diese möglichst in die Lage versetzt wird, aus einer großen Auswahl die besten Aufsätze herauszusuchen, um dem Kartell wirklich etwas bieten zu können. Die Bundesbrüder müssen ferner derart eingestellt sein, daß sie, wenn ihnen die Redaktion Aufsätze zurücksendet, nun nicht beleidigt beiseite stehen, sondern versuchen, durch bessere Arbeiten die geistige Diskussion im Kartell zu fördern. Es wird ferner eine Aufgabe der künftigen Redaktion sein müssen, geschlossene Hefte über bestimmte Einzelfragen herauszubringen. Die Zukunft des J. St. ist folgendermaßen gedacht, daß er alle zwei Monate erscheinen soll, während in den Zwischenmonaten zur Information eine Kartellkorrespondenz herausgegeben wird. Im Rahmen der Redaktion wird es auch liegen, besondere Hefte, die der Werbearbeit dienen sollen, erscheinen zu lassen. All dieses wird aber, wie gesagt, nur dann möglich sein, wenn die Mitarbeit der Bundesbrüder, die speziell gerade für diese Arbeit in Frage kommen, größer wird. Paul Hirsch. h) Finanzressort Das Finanzressort hat den vom letzten Kartelltag beschlossenen Kostenanschlag infolge der bald darauf eingetretenen Geldentwertung naturgemäß nicht einhalten können. Wir waren gezwungen, ganz kurzfristige Voranschläge zu machen und entsprechend von Fall zu Fall die Höhe der Beitragszahlungen zu ändern. Erst im Jahre 1924 konnten wir an die Festsetzung eines auf Goldmark fundierten Vor-

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