Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 22 (1925)
- Issue
- Heft 3 (Mai 1925)
- Date
- 1925-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3537599-3537625-3537627--6278-3544353- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
86 Berichte des Präsidiums anschlages gehen und die Ausgaben pro Quartal mit zirka 3000 Mark ansetzen. Es zeigte sich jedoch bald, daß ein Etat von 3000 Mark pro Quartal für die Bestreitung der Kartellausgaben nicht ausreichte, und wir waren infolgedessen gezwungen, am Ende des 3. Quartals den Etat zu erhöhen und die Beiträge entsprechend heraufzusetzen. Wie aus der untenstehenden Aufstellung hervorgeht, war jedoch auch dieser Anschlag zu niedrig, die Mehrausgaben konnten aber durch Sondereinnahmen gedeckt werden. (Näheres s. unten.) Die Ausgaben für das 1. Quartal 1925 erreichten gleichfalls zirka 5000 Mark und konnten durch die aus den Beiträgen und Sondereinnahmen sich zusammensetzenden Eingänge gedeckt werden. Die Kosten des Kartelltages, die im Etat nicht vorgesehen waren, mußten durch eine besondere Umlage gedeckt werden, die vom Präsidium beschlossen wurde und der nachträglichen Genehmigung des Kartelltages unterliegt. Außerdem beschloß das Präsidium eine Bibliotheksspende anläßlich der Eröffnung der Universität in Jerusalem in Höhe von 1000 Mark, die durch eine Umlage in Höhe von 1 Mark gedeckt werden soll. Auch dieser Beschluß unterliegt der nachträglichen Genehmigung des K. T. Die Höhe der Beiträge war wie folgt festgesetzt: 1. Für A. H. A. H. Gruppe I 3.— Mk. pro Quartal Gruppe II 6.— Mk. pro Quartal Gruppe III 10.— Mk. pro Quartal Gruppe IV 15.— Mk. pro Quartal. Außerdem haben sich einige A. H. A. H. zu einer Zahlung von 30 Mark pro Quartal bereit erklärt. Für Aktive 3 Mark pro Quartal. Der Kostenanschlag für das neue Kartelljahr ist auf Grund der im 1. Quartal dieses Jahres eingegangenen Beiträge festgesetzt worden, da eine wesentliche Veränderung des Etats nicht notwendig erschien. Es ist jedoch möglich, daß durch eine Neueinschätzung der A. H. A. H. in höhere Stufen sich die Einnahmen erhöhen werden. Die Kosten für den J. St. und das Informationsblatt konnten in , der letzten Zeit zum großen Teil durch Aufnahme von Inseraten gedeckt werden. Es ist aber in Zukunft hiermit nicht mit Sicherheit zu rechnen, und der Posten J. St. mußte daher wenigstens zu einem Teil in den neuen Voranschlag aufgenommen werden. Anzuerkennen ist, daß ein Teil der Bundesbrüder für die Aufbringung der für eine gesunde Kartellentwicklung notwendigen Gelder vollstes Verständnis gezeigt und dies durch pünktliche Beitragszahlungen bewiesen hat. Leider mußte jedoch der größere Teil durch wiederholte Mahnungen zur Zahlung aufgefordert werden. Hier wird im nächsten Kartelljahr eine Aenderung eintreten müssen; die pünktliche Einzahlung der Beiträge zu Beginn jeden Quartals wird nicht nur das Kartellbüro vor einer unnötigen Belastung bewahren, sondern erst die wahre Garantie für eine gesunde Finanzierung bieten. Siegfried Holzer.