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Der jüdische Student · 1924-10-01 · Heft 8-9 (Oktober 1924) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
21 (1924)
Issue
Heft 8-9 (Oktober 1924)
Date
1924-10-01
Page
[Seite] (sequence 30)
Language
German
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106 meth; Kercn Hajessod, Orfsgruppen- und Provinzpropaganda, evtl. auch eine wissenschaftliche Spezialisierung. . Im Laufe, wenn nötig des dritten Semesters wird sich die spezielle Eignung ziemlich sicher erkennen lassen. In diesem Semester selbst ist auf die systematische Beschäftigung mit zionistischer Politik Gewicht zu legen. So werden unsere Menschen, nachdem sie angeleitet sind, zionistische Menschen zu werden, auch lernen, zionistische Bürger zu werden. Dann erst soll das Burschenexamen abgelegt werden. (Auch Hebräisch als Prüfungsfach). Jetzt aber wird es möglich sein, einigermassen klar festzustellen, ob der Betreffende jene oben erwähnten Forderungen zu erfüllen im Stande sein wird. Und nur solche Menschen sollen K.J.Ver sein. Das Camp in Forchtenberg. . r(29. Juli bis 1. August 1924) Als Anfang dieses Jahres das Präsidium sich neu konstituierte, war „Sammlung" des durch e;ne Reihe von «Ursachen im letzten Jahre stark geschwächten Kartells das nächste Ziel seiner Politik. Durch die Erstchargiertentagung, durch den Besuch fast sämtlicher grösserer Verbindungen durch Präsidialmitglicder, durch die Zusammenkunft in Bickenbach sollte der politische Rahmen des Kartells wieder hergestellt werden. Das Resultat dieser Arbeit, die etwa die ers'e Hälfte dieses Jahres in Anspruch nahm, ist nicht unbefriedigend: Wir haben heute wieder eine Reihe recht gut arbeitender Positionen, andere sind heute noch schwach und nicht ausreichend, aber doch immerhin ausbaufähig. Gewiss sind auch Misserfolge zu verzeichnen, so ist es z. B. nicht gelungen eine KJ.V.-Posiiion in Leipzig zu schaffen, so kamen wir in Heidelberg und Breslau über dürftigste Ansätze nicht hinaus. Im allgemeinen jedoch war die Aktion erfo'greich. Der Parole der Sammlung folgte die Parole der Versachlichung. Die Idee des Camp war, der Arbeit der Sammlung einen gewissen Abschluss zu geben, andererseits darüber hinaus mit dem inneren Neuaufbau des Kartells zu beginnen. Das Kartell, das berufen sein kann, ein politischer Faktor von entscheidender Bedeutung für den deutschen Zionismus und damit für die gesamte Bewegung zu werden, muss nach Jahren der Unsicherheit und Stagnation mit Zielsicherheit und Energie in die Aufgabengebiete der zionistischen Bewegung, über die man sich programmatisch längst klar ist, nun wirklich hineingeführt werden. Das Camp war als erster Schritt auf diesem Wege gedacht. Es sollte eine grundsätzlich andere Veranstaltung werden als die bisherigen Camps. Waren diese mehr ein zwangloses Zusammensein von K.J.V.ern zu Spiel und Sport,- so hatte dieses Camp darüber hinaus eine politische Funktion. Das junge Kartell sollte in sachlicher Arbeit gefördert werden. Demgemäss beschloss das Präsidium

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